Die Harzquerung ist auf allen Strecken Laufgenuss pur und vor allem ist das Herzblut, das Veranstalter und Helfer in dieses Event stecken, an jeder Stelle spürbar.
Unkompliziert und lohnenswert
Kleine Brötchen können sehr schmackhaft sein, so eben auch die Kleinste der drei zur Auswahl stehenden Strecken bei der Harzquerung. Ein lästiger und anhaltender Infekt verhinderte meinen Start über die 53 Kilometer von Wernigerode nach Nordhausen. Ein gutes Zureden meines größten Fans und gleichzeitig dem wichtigsten Menschen im Leben ermöglichte dennoch eine lohnenswerte Lauferfahrung. Umgemeldet, dank Kulanz des Veranstalter nur eine Woche vor dem Start. Ohne Brimborium, ohne viel Aufhebens, ohne viel Worte. Danke für 26 fantastische Laufkilometer.



Kurzer Rückblick
Der Startschuss für die erste Harzquerung fiel vor 45. Jahren. Sie zählt zu den ältesten und traditionsreichsten Lauf- und Wanderveranstaltungen hierzulande. Meine erste Teilnahme liegt irgendwo in den 1990er Jahren. Im letzten Jahr hatte ich Glück und ergatterte sozusagen auf den letzten Metern einen Startplatz über die 53 Kilometer. Auch in diesem Jahr wollte ich die lange Strecke laufen. Man muss mit der Anmeldung schon sehr früh dran sein, denn die Veranstaltung war in diesem Jahr nach nur wenigen Wochen komplett ausgebucht und das zu Recht. Die Harzquerung hat nicht nur Tradition, sie ist auch eine der schönsten Landschaftsläufe. Ja, richtig! Landschaftslauf – vor 45 Jahren gab es weder Trail- noch Gravelrunning. Mit Straßenlaufschuhen eroberte man viele Jahre die Höhenzüge des Harzes. So sehr wie sich das Laufen verändert hat, ist das Teilnehmerfeld bunt geworden.


Unaufgeregt
Die Parkplatzsituation ist schwierig in Wernigerode, aber nicht unlösbar. Zur Abholung der Startunterlagen ist es möglich, vor der Schule kurz zu parken. Auch um kurz vor acht finden sich noch Parkmöglichkeiten, mit oder ohne Bezahlung. Überschaubar und freundlich geht es hier zu. Die 1,5 Kilometer von hier zum Start sind deutlich gekennzeichnet. Ein Tor, der sich hier verläuft oder etwas auszusetzen hat. Wernigerode ist zu diesem Zeitpunkt in Nebel gehüllt, die Temperaturen im einstelligen Bereich wenn überhaupt. Der kalte und frische Wind lässt frösteln, doch am Horizont hinter dem Startbanner blinzeln erste Sonnenstrahlen hervor. Hier starten die 53 und 26 Kilometer, die 30 Kilometer Strecke führt von Benneckenstein, dem Zielort der kürzesten Strecke, nach Nordhausen. Wie aus dem Nichts erklingt der Startschuss und die Teilnehmer machen sich auf die Socken. Warm laufen ist angesagt, dem Nebel entkommen und immer der Sonne entgegen.



Landschaft im Sonnenschein
Nach dem ersten Anstieg entfaltet die Sonne ihre ganze morgendliche Kraft. Die ersten Kilometer sind sehr abwechslungsreich genau so wie sich die komplette Strecke darstellt. Schmale Trails wechseln sich mit Schotter- und Wiesenwegen ab. Der Asphaltanteil ist zu vernachlässigen. Vor allem das Auge bekommt viel zu sehen. Immer wieder Ausblicke in Landschaft pur. Natürlich ist die Umwelt auch hier gebeutelt, Baumstümpfe wo einst gesunde Wälder waren. Dennoch sind die Ausblicke lohnenswert, vor allem bei blauem Himmel und Sonnenschein pur. Die erste Verpflegungsstelle ist nach 11,5 Kilometern erreicht. Getränke gibt es hier in wiederverwertbaren Bechern, das Läuferbüffet wird spätestens mit der zweiten Verpflegungsstelle bei Kilometer 22 noch üppiger: späteres Highlight die Schmalzbrote, vegan oder nicht und natürlich im Ziel in Benneckenstein: Marmeladen-, Salami und Mettbrötchen, liebevoll belegt mit Gürkchen und Schnittlauch. Die Liebe der Veranstalter steckt eben im Detail.


Unverhoffte Begegnung
Kurz nach der ersten Verpflegung, irgendwo bei Km 13 überraschen mich Gritt mit unserem Vierbeiner Valentin. Nicht nur, dass die Herzdame mich zur Teilnahme überredet hatte, jetzt auch noch zwei Fans direkt an der Strecke. Kurz die Fellnase geknutscht, die Herzdame natürlich auch – das beflügelt – und guter Dinge geht es weiter, jetzt zunächst über einen nicht so einfach zu laufenden Schotterweg. Mal sackt der Weg links, mal sackt er rechts ab und so suche ich mir die bestmögliche Variante. Anschließend über eine schmale Brücke, die auf einen schmalen Trail entlang eines Bachlaufes führt. Heimelig ist es hier in dieser kleinen Mooslandschaft. Man möchte einfach nur verweilen, die frische Luft atmen, die Landschaft genießen. Weiter geht es und genau bei Kilometer 20 ist bei mir die Luft komplett raus.



Zielspurt
Es fehlen Laufkilometer, die ich sonst fast selbstverständlich im Training absolviere – unter normalen Bedingungen. Aber das Leben spielt gerade keine normale Melodie für uns und so bin ich einfach froh, dass ich mich um Gehpausen herumdrücke und trotz allem auch die Verpflegungsstelle bei Kilometer 22 im Ultramarathonschlurfschritt erreiche. Apfel, Zitrone, Cola, Schmalzbrot – frisch gestärkt erinnere ich mich an letztes Jahr, in dem ich hier auf die lange Strecke Richtung Nordhausen abgebogen bin. Heute sind es von hier aus noch 4,5 Kilometer bis zum Ziel in Benneckenstein. Noch eine Straßenüberquerung, über eine breite Schotterpiste immer schön den Hügel hinauf bis es endlich links ab Richtung Ziel geht. Gritt winkt mir fröhlich entgegen und reicht mir unseren Hund Valentin, der auf seine alten Tage mit mir zusammen seinen ersten Zieleinlauf feiert. Das im Bild festgehalten ist eine Erinnerung für die Ewigkeit. Ich fühle mich, als hätte ich einen 100 Km – Lauf hinter mir, stolz und glücklich. Der Weg ist eben das Ziel, egal wie weit die Füße dich tragen.
Fazit
Die Harzquerung ist einfach unbeschreiblich. Schön, anstrengend, herausfordernd und vor allem eins: Absolut liebevoll und perfekt organisiert. Freut euch auf die 46. Austragung und seid schnell genug, wenn ihr dabei sein wollt.
Die Osterferien gehören zu den beliebtesten Reisezeiten im Frühjahr – Eiersuchen am Strand oder auf der Alm steht hoch im Kurs. Deswegen buchen fast 95 Prozent der Osterurlauber mit mindestens einem Monat Vorlauf. Das Reiseportal Ferienhausmiete.de verrät, in welchen Regionen und Ländern auch Kurzentschlossene noch gute Chancen auf eine passende und schöne Unterkunft haben.
Osterurlauber buchen früh – aber Kurzentschlossene werden auch noch fündig
Wie Ferienhausmiete.de berichtet, buchen fast 95 Prozent ihren Osterurlaub mindestens 30 Tage vor dem Reiseantritt, davon sogar 50,27 Prozent mehr als 90 Tage vorher. Der Anteil an Kurz-vor-knapp-Buchern ist deutlich geringer (5,56 Prozent). Dabei ist die Auswahl im In- und Ausland an verfügbaren Urlaubsunterkünften auch kurz vor den Ferien noch relativ groß.

Deutschland: Hohe Kapazitäten zwischen der Lüneburger Heide und dem Schwarzwald
Beliebte Regionen wie die Nord- und Ostseeküste oder die Alpen werden in den Osterferien bereits früh gebucht und sind stark ausgelastet. Aber andere – nicht minder schöne – Ecken in Deutschland bieten auch kurz vor der Urlaubszeit eine Menge attraktiver und verfügbarer Unterkünfte. So hat Ferienhausmiete.de zum Beispiel in bekannten Regionen wie im Thüringer Wald, im Harz, Erzgebirge, Schwarzwald und im Bayerischen Wald auch jetzt noch ein großes Spektrum an Ferienhäusern und – wohnungen verfügbar. Wer es lieber etwas nördlicher mag, wird in der Lüneburger Heide fündig. Ein Tipp: Hamburg ist nicht weit entfernt und vom 20. März bis 19. April läuft der Hamburger Dom – perfekt für einen Familienausflug. Die Übernachtungspreise für die genannten Regionen liegen im Durchschnitt zwischen 98 und 100 Euro.

Gutes Angebot in Frankreich und Italien sowie an Polens Ostseeküste
Auch wenn an den deutschen Küsten das Angebot an schönen Unterkünften oft schon knapp wird, ist Urlaub am Meer während der Osterferien andernorts weiter möglich. „Die meisten Osterurlauber planen ihre Reise frühzeitig – das zeigt sich auch in unseren Buchungsdaten. Dennoch lohnt sich auch für Kurzentschlossene ein Blick auf alternative Regionen“, sagt Daniel Ziolko, Gründer und Geschäftsführer von Ferienhausmiete.de. „Gerade dort gibt es oft noch überraschend viele verfügbare Ferienhäuser. Ein schönes Beispiel ist etwa die polnische Ostseeküste, die mit langen Stränden und viel Natur auch im Frühjahr einen besonderen Charme hat.“ Auch in Südeuropa, an der portugiesischen Algarve beispielsweise, locken ebenfalls reichlich Kapazitäten. Genauso in Italien auf Sardinien, in der Toskana und in Venetien sowie in der Bretagne oder Südfrankreich. In bergigen Gefilden meldet Ferienhausmiete.de noch gute Verfügbarkeiten in Tirol und im Salzburger Land in Österreich.
Tipps für Kurzentschlossene
Um die richtige Last-Minute-Ferienwohnung für den Urlaub zu finden, sollte man grundsätzlich flexibel in den Reisezeiten sein und verschiedene Angebote miteinander vergleichen. Es lohnt sich, alternative Reisetage zu wählen (nicht nur den Samstag) oder auch die Aufenthaltsdauer zu variieren. Außerdem stellen viele Gastgeber noch kurzfristig Sonderangebote oder Rabatte bei Buchungslücken oder Reiserücktritten ein. Wer außerdem bereit ist, neue Regionen und Orte zu entdecken, wird auch spontan die ideale Unterkunft für sich entdecken.
Quelle: genböck pr / resido GmbH
Deutschland ist bekannt für seine reiche Geschichte, beeindruckende Architektur und pulsierende Kultur. Doch abseits der bekannten Pfade bietet das Land eine Vielzahl atemberaubender Nationalparks, die mit ihrer einzigartigen Natur und Artenvielfalt verzaubern. In diesem Artikel stellen wir Ihnen die fünf besten Nationalparks in Deutschland vor, die Sie unbedingt erkunden sollten.
Der Nationalpark Bayerischer Wald, gegründet im Jahr 1970, war der erste Nationalpark Deutschlands. Er erstreckt sich über eine Fläche von fast 25.000 Hektar entlang der Grenze zu Tschechien. Dieser Park ist ein wahres Paradies für Naturliebhaber, bietet er doch dichte Wälder, kristallklare Bäche und die Möglichkeit, seltene Tiere wie den Luchs in ihrem natürlichen Lebensraum zu beobachten. Die artenreiche Flora und Fauna machen den Bayerischen Wald zu einem Hotspot der Biodiversität in Europa. Für Besucher, die an einer geführten Tour interessiert sind, bietet HelloTickets exklusive Touren durch diesen magischen Wald.
Weniger als eine Stunde von Dresden entfernt liegt der Nationalpark Sächsische Schweiz. Bekannt für seine atemberaubenden Sandsteinfelsen und tiefen Schluchten, bietet der Park zahlreiche Wanderwege, die durch eine der spektakulärsten Landschaften Deutschlands führen. Besonders beliebt ist der Malerweg, einer der schönsten Höhenwege Europas, der Künstler und Naturfreunde gleichermaßen inspiriert.
Der Nationalpark Eifel, gelegen in Nordrhein-Westfalen, ist ein Zufluchtsort für viele bedrohte Tier- und Pflanzenarten. Der Park umfasst große Waldgebiete, offene Heidelandschaften und zahlreiche Gewässer, die eine ideale Heimat für den Schwarzstorch, den Wildkater und das Auerhuhn bieten. Besucher können auf gut ausgebauten Wegen die Natur genießen und mit etwas Glück seltene Tiere in freier Wildbahn beobachten.
Der Harz, einer der größten Hochgebirgsparks in Norddeutschland, ist berühmt für seine mystischen Wälder und den Brocken, den höchsten Gipfel Norddeutschlands. Der Park bietet eine Mischung aus alten Bergbaustätten, dichten Wäldern und moosbedeckten Steinen, die an Sagen und Legenden erinnern. Der Harz ist auch ein hervorragender Ort für Wintersport und Wanderungen, die Besucher durch diese historische Landschaft führen.
Auf der Insel Rügen gelegen, ist der Nationalpark Jasmund berühmt für seine imposanten Kreidefelsen, die spektakulär über die Ostsee ragen. Diese geologischen Formationen, zusammen mit den alten Buchenwäldern, die zum UNESCO-Welterbe gehören, machen Jasmund zu einem der fotogensten Orte Deutschlands. Wanderwege wie der Hochuferweg bieten unvergessliche Ausblicke auf die weißen Klippen und die türkisfarbene See.
Die Nationalparks in Deutschland bieten unzählige Möglichkeiten für Abenteuer, Erholung und Naturerlebnisse. Ob Sie durch den Bayerischen Wald streifen, die Felsformationen der Sächsischen Schweiz erkunden, seltene Tierarten im Eifel beobachten, die mystischen Wälder des Harzes durchqueren oder die Kreidefelsen auf Rügen bestaunen, Deutschlands Nationalparks sind ein Muss für jeden Natur- und Outdoor-Enthusiasten.
Weitere wunderschöne Reisetipps aus unserer Redaktion findet Ihr hier
2017 packte er seinen Reiserucksack, schnürte die Trekkingstiefel und begab sich auf eine 700 Kilometer weite Wanderung durch den Harz. Geschlafen wurde meist unter freiem Himmel oder das Zelt dort aufgebaut, wo er sich gerade befand, wenn es am Abend dunkel wurde.
Neben Schlafsack, Isomatte und Campingkocher war auch die Kameraausrüstung dabei, um im Nachhinein auch anderen Menschen eines der schönsten und interessantesten Landschaftsgebiete der Bundesrepublik näher zu bringen.
Nach einer erfolgreichen Crowdfundingaktion für die Veröffentlichung des Dokumentarfilms, welche mit 342% und knapp 24.000 € beendet werden konnte, steht nun auch dem Kinostart nichts mehr im Weg. Einige Kinos in Leipzig, Hannover und der Harzregion haben den Film bereits ins Programm aufgenommen. Am 14. Februar 2019 ist der offizielle Kinostart des Dokumentarfilms „700 KM HARZ“ geplant und die Preview fand bereits am 10. Februar in den Passagekinos in Leipzig statt.

www.700km-Harz.de (c)Enno Seifried
Was den Zuschauer erwartet ist ein circa 95 minütiger Dokumentarfilm, mit Einblicken in die persönlichen Reiseerlebnisse. Allerdings soll der Film vor allem den Harz und seine Besonderheiten näher bringen. Der Zuschauer bekommt Hintergrundinformationen zu landschaftlich besonders reizvollen und historischen Orten. Außerdem gibt es immer wieder Gespräche mit Menschen, die er unterwegs getroffen hat und die einen Einblick in die abwechslungsreiche Vielfalt der Harzer Region bieten.
Weitere Infos findet Ihr unter www.700km-Harz.de

www.700km-Harz.de (c)Enno Seifried
„Auch wenn mein Interesse schon viel früher geweckt war, begann für mich die intensive Beschäftigung mit dem Thema Film und Fotografie im Jahr 2010, als ich die Idee der Lost Place Dokumentarfilmreihe ‚Geschichten hinter vergessenen Mauern‘ verwirklichen wollte, die bis heute sechs Filme in der Region Leipzig und der Region Harz umfasst.
Vorher widmete ich mich vorwiegend der Malerei, arbeitete als Bühnenbildgestalter sowie Licht- und Tontechniker und komponiere bis heute hin und wieder für verschiedene Theater die Theatermusik.
Durch eine 17.000 km lange Reise durch die USA bin ich einst dem Fernweh verfallen, war mehrere Monate in Mexiko unterwegs, wanderte vier Monate durch Polen, fuhr mit dem Fahrrad von der Ostsee zum Kap Finisterre, reiste durch Thailand, Myanmar, durchlief das Velebitgebirge, über die Alpen und zuletzt 700 km durch den Harz, woraus 2018 auch der Dokumentarfilm „700 km Harz“ entstand.
Für die Malerei finde ich heute keine Zeit mehr, aber auch wenn mein Fokus auf der Suche nach Lost Place Geschichten hinter vergessenen Mauern liegt, nehme ich mir auch immer wieder ausreichend Zeit für die Arbeit am Theater und für längere Reisen.“, so Enno Seifried.
[tie_slideshow]
[tie_slide]

www.700km-Harz.de (c)Enno Seifried
[/tie_slide]
[tie_slide]

www.700km-Harz.de (c)Enno Seifried
[/tie_slide]
[tie_slide]

www.700km-Harz.de (c)Enno Seifried
[/tie_slide]
[tie_slide]

www.700km-Harz.de (c)Enno Seifried
[/tie_slide]
[tie_slide]

www.700km-Harz.de (c)Enno Seifried
[/tie_slide]
[tie_slide]

www.700km-Harz.de (c)Enno Seifried
[/tie_slide]
[/tie_slideshow]
Ein ausführliches Interview findet Ihr demnächst auf be-outdoor.de