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Wer im Herbst über die Ostfriesischen Inseln spaziert, dem fallen jede Menge Fotomotive ins Auge. Auch dann dank des warmen Lichts und der vielen Farben. Orange für den Sanddorn, Rot für Hagebutten oder Blau für die Nordsee. Alles schöne Bilder, die mit der Kamera eingefangen werden wollen. Wo man die schönsten Fotomotive auf den sieben Inseln findet, welche Regeln dabei zu beachten sind und wie man Licht und Natur am besten einfängt.

Norderney: Die besten Dünenblicke und der Muschelsauger „Pionier“
„Eigentlich ist ja die gesamte Insel ein einziger Hotspot“, sagt Uwe Schneider, Pressesprecher der Staatsbad Norderney GmbH. Aber er hat natürlich auch noch spezielle Tipps auf Lager, wo sich im Herbst besonders schöne Fotos auf Norderney schießen lassen. Um die schöne Dünenlandschaft einzufangen, empfiehlt Schneider den Blick von den Thalasso-Plattformen Dünensender und am alten Postweg. Wer zu den Zugvogeltagen (vom 10. bis 18. Oktober 2026) nach Norderney reist, bekommt die gesammelte Vogelschar von der Vogelbeobachtungshütte am Südstrandpolder am Deichweg vor seinen Sucher. Auch vom Sielteich am Deichweg hat man einen wunderbaren Blick. Ebenfalls tolle Bilder liefern die Salzwiesen und der Strand zwischen Osthellern und Ostende. Hier befindet sich zudem mit dem Wrack des 1967 gestrandeten Muschelsaugers „Pionier“ ein sehr beliebtes Fotomotiv.

Norderney, (c) Janis Meyer

Juist: Wenn Nebelschwaden im Wäldchen aufziehen
Ihre persönlichen Lieblingsmotive für den Herbst verrät Julia Findeisen von der Kurverwaltung Juist: „Zu meinen Hotspots gehören der Blick von der Strandpromenade bei Sonnenuntergang auf die Dünenlandschaft und den Strand sowie der menschenleere Strand bei Sonnenaufgang.“ Ihre weiteren Empfehlungen sprechen zwar weniger für sonniges Wetter, sind aber definitiv echte Hingucker: Wer die Nebelschwaden im Wäldchen oder ein Gewitter am Strand einfängt, hat definitiv zu Hause etwas zu zeigen – oder auf Instagram zu posten.
Justyna Czapala ist Fotografin auf Juist. Auch sie hat ihre persönlichen Foto-Hotspots: „Das sind auf jeden Fall der Strand und die Dünen, außerdem der Hafen – besonders ganz früh am Morgen –, das Wattenmeer bei Sonnenuntergang, der Hammersee und natürlich das Billriff. Gerade hier lohnt es sich, sich Zeit zu nehmen und die Weite, die Wolken und die Strukturen im Sand zu beobachten.“ Sie schätzt die kleinen Details im Herbst: „Besonders schön sind die goldenen Blätter, Muscheln, Spuren im Sand, Regentropfen oder Tautropfen in Spinnennetzen und bewegter Strandhafer.“

Spiekeroog, (c) Kai Kröger

Spiekeroog: Mit dem Weitwinkel an den Oststrand, Nachtaufnahmen vom Utkieker
Auch auf Spiekeroog finden herbstliche Fotografen eine mannigfaltige Auswahl: So lohnt es sich zum Beispiel, die Strandaufgänge mit einem großen Weitwinkelobjektiv anzusteuern. Am Damenpad eröffnet sich eine schöne Sicht sowohl Richtung Strand und Meer als auch zurück über die Dünen bis ins Wattenmeer. Am Haus Wolfgang wiederum überblickt man den weiten, offenen Oststrand. Ein Klassiker ist die Aussichtsdüne Utkieker, wo die gleichnamige Bronzefigur des deutschen Bildhauers Hannes Helmke steht. Das Objektiv schweift bis zu den Nachbarinseln und bekommt bei klarem Wetter leuchtende Sonnenuntergänge geboten. Die erhöhte Lage macht den Utkieker zudem zu einem guten Ort für Nachtaufnahmen auf der Sterneninsel Spiekeroog – dafür sollte man nicht sein Stativ vergessen. Weitere Motiv-Tipps sind der Blick vom Lesepavillon, wenn am späten Nachmittag die tief stehende Sonne durch die Dünen zieht und das Westend. Hier wird die Landschaft rauer und ursprünglicher, ideal für dramatische Bilder – von heranziehenden Wolkenfronten oder brechenden Wellen.

Borkum, (c) Torsten Dachwitz

Borkum: Halloween-Atomsphäre auf dem Walfängerfriedhof, Zugvögel von der Kiekhütte aus beobachten
Besondere Bilder verspricht auch der Walfängerfriedhof am Alten Leuchtturm auf Borkum. Gerade im Herbst, wenn Halloween naht, lässt sich dieser Ort perfekt in Szene setzen. Neben großen Walknochen schauen auch einige Totenköpfe von Grabsteinen. Weniger mystisch, dafür umso schöner ist die Brücke über die Salzwiesen in der Greune Stee (beim Loopdeelenweg Ronde Plate) und die Aussichtsdüne Steerenklipp, die einen weiten Blick ins Watt und den Neuen Deich ermöglicht. Wenn man hier weiter Richtung Strand läuft, kommt man an einer Kreuzung vorbei, an der noch alte Schienen liegen. Früher fuhren dort Züge bis ins Ostland. Die Baumkronen bilden dort einen Tunnel und deren Blätter färben sich im Herbst besonders schön. Für Vogel-Bilder empfiehlt sich ein Abstecher zur Kiekhütte Rededamm.

Wangerooge, (c) Kees van Surksum

Wangerooge, Langeoog und Baltrum: Wo Fotografen die schönsten Aussichten finden
Fakt ist: Jede der Ostfriesischen Inseln ist eine Reise für Hobby-Fotografen wert, auch und gerade im Herbst. Die Auslöser bekommen überall genug zu tun. Auf Wangerooge lohnt sich ein Besuch der Aussichtsplattformen: Von der Jever-Aussichtplattform im Osten der Insel genießt man einen sehr guten Blick über das Watt und die Nordsee. Auch der Sonnenaufgang ist hier wunderbar einzufangen. Zudem ist die Fahrt mit der Inselbahn durch die geschützten Salzwiesen eine super Fotogelegenheit, denn man gelangt nur während der Fahrt in diesen sensiblen Lebensraum. Mit einem guten Zoom lässt sich übrigens von Wangerooge auch sehr gut „Pötte gucken“. Sprich, die großen Containerschiffe beobachten, die auf den drei großen Schifffahrtswegen Elbe, Weser und Jade die Nordsee durchfahren. Apropos Schifffahrt: Generell startet die Motivsuche bereits mit der Anreise auf der Fähre, während der einiges zu sehen ist.
Ein klassisches Fotomotiv auf Langeoog ist der historische Wasserturm, das weithin sichtbare Wahrzeichen der Insel. Von der Melkhörndüne, höchster Punkt des Eilands, eröffnet sich ein großartiger Panoramablick über die Dünen und das Meer. Das Flinthörn mit seinen Salzwiesen und schmalen Pfaden eignet sich ideal für stimmungsvolle Naturaufnahmen. Auf Baltrum, der kleinsten Ostfriesin kann man an der Westkopfspitze tolle Bilder vom Meer und den Brandungsmauern (Buhnen) schießen. Von Willis Utkiek hat man einen herrlichen Blick über Strand und Nordsee, von der Großen Aussichtsdüne über die Insel und deren Dünenlandschaft. Weitere beliebte Motive sind der Südstrand mit Blick Richtung Norderney, morgens zum Sonnenaufgang der Blick über die Salzwiesen sowie das Molenfeuer am Baltrumer Hafen.

Baltrum, (c) Sabine Hinrichs

Tipps vom Fotografen: Nicht mit einem fertigen Bild im Kopf losgehen
Fotograf Lars Wehrmann ist regelmäßig auf Juist unterwegs: „Was ich Hobbyfotografen mitgeben würde: Nicht unbedingt nach dem einen spektakulären Fotospot suchen, sondern nach dem richtigen Moment. Derselbe Ort sieht am Nachmittag ziemlich unscheinbar aus und würde für sich genommen wahrscheinlich kaum auffallen. Erst das Zusammenspiel aus dem warmen Morgenlicht und der Ruhe macht daraus für mich ein besonderes Motiv.“
Ein Ratschlag des Fotografen: „Gerade im Herbst bieten die Inseln dafür unglaublich viele Möglichkeiten. Tief stehendes Licht, Nebel, Wolken oder auch vermeintlich schlechtes Wetter können eine ganz alltägliche Szene plötzlich besonders machen. Mein Tipp wäre deshalb, sich Zeit zu nehmen, das Licht und die Umgebung zu beobachten und nicht schon mit einem fertigen Bild im Kopf loszugehen.“

Regeln fürs Fotografieren im Nationalpark Wattenmeer 
So unendlich der Fundus an guten Fotomotiven auf den Inseln auch sein mag, so gibt es auch ein paar wichtige Regeln zu beachten. Der Nationalpark Wattenmeer führt drei No Gos an: In ein Brutgebiet laufen und direkt ein Nest knipsen, eine Fotosafari auf die Seehundbank sowie Nahaufnahmen von kranken und hilflosen Tieren. Dazu ist der Einsatz von Drohnen über Nationalparks und anderen Naturschutzgebieten verboten. Gerade bei Tieraufnahmen gilt: Die besten Aufnahmen entstehen, wenn die Tiere sich absolut ungestört fühlen.

Fazit der Redaktion

Vom endlosen Strand über Nebelschwaden im Wäldchen bis zum 50 Jahre altem Schiffswrack, die Ostfriesischen Inseln bieten vor allem im Herbst nicht nur gute Luft und entspannende Urlaubstage. Wer gerne fotografiert, der bekommt die besten Tipps von Fotografen für die besten Fotospots auf den Inseln. Vielleicht bekommt ja der eine oder andere Lust auf eine Reise an die See und entdeckt die Kreativität beim Fotografieren.

Quelle: genböck PR






Sonne, Strand und Meer sind eigentlich genug Motivation für eine Reise auf die Ostfriesischen Inseln. Aber es gibt noch viel mehr gute Gründe: 10 Tipps – vom Schlafstrandkorb auf Wangerooge bis hin zu den perfekten Orten für den Sonnenaufgang – zeigen, was den Charme von Borkum, Juist, Norderney, Baltrum, Langeoog, Spiekeroog und Wangerooge ausmacht.

1) Ein Tag im Strandkorb ist Entspannung pur
Da sind sie wieder: Auf allen sieben Inseln haben die Strandkörbe ihr Winterquartier verlassen und sind nun wieder an den schönen Stränden angesiedelt. Auf Langeoog, Juist und Borkum stehen sie gemischt durcheinander mit verschiedenen Farben, auf Wangerooge und Spiekeroog in Reih und Glied und ganz in Weiß – wie auch auf Baltrum. Auf Norderney strahlen sie wiederum in Blau und Weiß. Wer auf Spiekeroog in einem Strandkorb mit grün-weißem Sitzpolster sitzt, hat einen der neuen, nachhaltig produzierten Strandkörbe erwischt. Alle sind perfekt zum Abschalten: Entweder lässt man den Blick übers Meer schweifen oder schließt einfach die Augen und konzentriert sich auf das Wellenrauschen. Wer ein gutes Buch lesen will, kann sich – ganz authentisch – einen der zahlreichen Ostfriesenkrimis vornehmen.

2) Wattwanderung – spirituell, musikalisch oder ganz still
Ein Klassiker, den jeder Inselgast erlebt haben sollte, ist eine Wattwanderung. Am besten, weil am sichersten, an der Seite eines erfahrenen Guides. Durch den Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer, der in diesem Jahr sein 40-jähriges Jubiläum feiert, werden viele geführte Touren angeboten. Aber Achtung, nicht jede Wattwanderung ist gleich. So heißt eine Variante auf Juist „Stille im Watt“. Dort geht es zunächst schweigend ins Watt und die Teilnehmer konzentrieren sich ganz auf die Geräusche der Natur wie das Wattknistern. Das erzeugen die kleinen Schlickkrebse. Egbert Schlotmann, Inselpfarrer auf Wangerooge, nimmt seine Gäste auf charmante Art und Weise mit auf eine spirituelle Wanderung. Auf Borkum wiederum lädt Albertus Akkermann zum Watt´n Konzert. Mit dem Akkordeon geht es ins Watt und neben naturkundlichen Erklärungen wird auch musiziert.

3) Thalasso – darum tun die Inseln so gut 
Die Ostfriesischen Inseln haben dank ihres gesunden Reizklimas und der salzigen Meeresluft ideale Bedingungen für Thalasso. Das spürt man bei jedem Atemzug. Jede Insel hat ein eigenes Erlebnis-Bad und Thalasso-Zentrum – wie das Meerestied auf Spiekeroog oder die Oase auf Wangerooge – und bietet entsprechende Anwendungen an: Von Schlickpackungen bis zum Meerwasserbad. Besonders erwähnenswert: Norderney besitzt mit dem bade:haus das größte Thalassohaus in Europa sowie die vier Thalasso-Plattformen. Auf Langeoog wurde gerade erst das Kur- und Wellnesscenter neu eröffnet.

4) Borkum: Die Fahrradinsel
Auch wenn Borkum die größte der Ostfriesischen Inseln ist, ist sie auch nur 10 Kilometer lang und maximal 7 Kilometer breit. Dennoch hat die westlichste deutsche Insel stolze 130 Kilometer an Rad- und Wanderwegen. Diese führen im Osten durch ganz viel unberührte Natur. Es geht durch die herrliche Dünenlandschaft, kleine Wäldchen, vorbei an Süßwasserseen und Binnenweiden. Nach getaner „Arbeit“ sollte man unbedingt in einer der berühmten Milchbuden einkehren.

5) Juist: Zum Billriff spazieren
Zu einem ausgedehnten Spaziergang entlang des 17 Kilometer langen Juister Strands (dem längsten der sieben Inseln) gehört auch die Umrundung des Bills. Hier, im Westen Juists, treffen sich Nordsee und Wattenmeer. Bei ablaufendem Wasser erleben Wanderer das Billriff als große Sandwüste in der Nordsee. Ein beeindruckender Anblick, mit etwas Glück sind auch Seehunde zu beobachten. Aber: Das Billriff befindet sich in einer Schutzzone des Nationalparks. Das Betreten ist verboten, man darf jedoch an der Wasserkante an der Nordseite bis zum Inselende hin und zurück wandern.

6) Norderney: Ganz hoch hinaus
Die Insel von oben beobachten: Der noch als Seezeichen aktive Leuchtturm auf  Norderney ist mit knapp 54 Metern Höhe das höchste Bauwerk der Insel. Zudem steht er auf einer 10 Meter hohen Düne. Wer die 253 Stufen zur Aussichtsplattform erklimmt, den erwartet ein fantastischer Blick. Bei guter Sicht sind die Nachbarinseln Juist, Baltrum, Borkum, Langeoog und Spiekeroog sowie das Festland zu sehen. Der Leuchtturm ist am besten mit einer Radtour durch die Dünenlandschaft zu erreichen.

7) Baltrum: Die Insel auf dem Gezeitenpfad erleben
Um die kleinste Ostfriesin zu erkunden, empfiehlt sich ganz klar ein Spaziergang auf dem Gezeitenpfad. Hier sieht man nicht nur fast die komplette Insel, man lernt auf den sieben Kilometern auch noch so einiges dazu: Auf 36 Informationstafeln und vier interaktiven Modellen erfahren die Gäste Spannendes über bedeutende Naturphänomene wie den Sandflug und die Dünenbildung durch das Zusammenspiel von Wind und Pflanzen. Auch das Wirken von Erde, Mond, Sonne auf die Entstehung der Gezeiten wird erklärt.

8) Langeoog: Zum Sonnenaufgang zur Melkhörndüne
Egal, ob die Sonne auf- oder untergeht: Von der Melkhörndüne auf Langeoog haben Urlauber den schönsten Blick auf das prächtige Farbenspiel. Aber auch tagsüber ist die 20 Meter hohe Düne mit ihrer Aussichtsplattform einen Besuch wert: Sie bietet einen herrlichen Rundblick über die Dünenlandschaft, das Wattenmeer und die Weite der Nordsee. Mit Glück sind in der Ferne auch Seehunde zu beobachten.

9) Spiekeroog: Zum Sternenkieker werden
Im Dunkeln ist Spiekeroog einzigartig: Die Ostfriesin ist eine offizielle Sterneninsel und garantiert in klaren Nächten einen imposanten Sternenhimmel dank angepasster öffentlicher Beleuchtung.  Im April ist die Milchstraße auf Spiekeroog sehr gut zu sehen. Der Blick nach oben lohnt sich von den Wegen durch die Dünen, am Strand, am „Dunkelort“ unterhalb des Utkiekers oder am „Sternenkieker-Ort“ am Zugang zum Hundestrand.

10) Wangerooge: Übernachten im Strandkorb
Übernachten am Strand? Auf Wangerooge ist das kein Problem. Von Mai bis September können die zwei Schlafstrandkörbe gebucht werden (ab 89 Euro).  Platz ist für ein bis zwei Personen. Nach dem Aufwachen ist man beim Sonnenaufgang direkt in der ersten Reihe. Wer möchte, bekommt auch zum Frühstück einen Picknickkorb an den Strandkorb geliefert.

Weitere Informationen unter: www.ostfriesische-inseln.de

Fazit der Redaktion

Die ostfriesischen Inseln sind nicht nur für alle Meer-Liebhaber eine lohnenswerte Reisedestination. Ob spirituelle Wattwanderung, eine besondere Übernachtung im Schlafstrandkorb, einen Blick in die Sterne wagen, hoch hinaus auf den Leuchtturm, Fahrradwege erkunden oder auch einfach nur Meer und Strand genießen, langweilig wird es auf keinen Fall. Durchatmen, mal den Kopf freipusten lassen, barfuß im Sand spazieren gehen und die Sonne im Meer versinken sehen, das ist Erholung pur.

Quelle: genböck pr

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