Die Biosphärenregion Berchtesgadener Land gibt die erfolgreiche Rezertifizierung weiterer Partner bekannt. Seit 2022 gibt es die Partner-Initiative der Biosphärenregion Berchtesgadener Land. Ganz nach dem Grundsatz „Wir sind Biosphäre“ wirtschaften die als Biosphären-Partner ausgezeichneten Unternehmen rücksichtsvoll gegenüber Mensch und Natur, schaffen als Biosphären-Botschafter und -Botschafterinnen Bewusstsein und helfen dadurch mit, das Berchtesgadener Land als Modellregion für nachhaltige Entwicklung zu etablieren. Sechs Unternehmen wurden nun erfolgreich für weitere drei Jahre als Biosphären-Partner rezertifiziert: die Enzianbrennerei Grassl, das Hotel Gut Edermann, Rosenberger Kunststofftechnik (vormals Hörl Kunststofftechnik), das Hotel Gasthof Moosleitner, die Privatbrauerei M.C. Wieninger sowie psm protech.

Über die erneute Auszeichnung entschied der Vergaberat der Biosphären- Partner-Initiative, der sich einstimmig für die Verlängerung der Partnerschaften aussprach. Im Rahmen der Rezertifizierung führte die Biosphären-Verwaltungsstelle mit allen Partnerbetrieben Feedback-Gespräche. Diese dienten sowohl dem Rückblick auf das Engagement der vergangenen drei Jahre als Biosphären-Partner als auch dem Ausblick auf zukünftige Vorhaben.
So zeigten die Gespräche die Weiterentwicklung der Unternehmen in Bezug auf Nachhaltigkeit sowie das große Interesse an Vernetzung und Kooperation in der Region. Neben dem engen Austausch der Biosphären-Partner mit der Biosphären-Verwaltungsstelle sowie zwischen Unternehmen mit ähnlichen Nachhaltigkeitsprinzipien, soll im Rahmen der Partner-Initiative auch der Nachhaltigkeitsgedanke in der Region weiter gestärkt werden. Dies geschieht in enger Zusammenarbeit mit dem Netzwerk „Verantwortungsvoll wirtschaften“ des Berchtesgadener Land Wirtschaftsservice, in dem sich alle Biosphären-Partner als Mitglieder ebenso austauschen.
Bereits im vergangenen Sommer wurden die ersten sechs Partnerbetriebe erfolgreich rezertifiziert. Die Biosphären-Verwaltungsstelle freut sich, nun mit weiteren sechs Unternehmen im Partnernetzwerk der Biosphärenregion die langfristige Zusammenarbeit fortzusetzen.
Quelle: Verwaltungsstelle der Biosphärenregion BGL
Vom 6.-12. und vom 20.-26. September 2020 wird das Lattengebirge in der Biosphärenregion Berchtesgadener Land der Einsatzort für jeweils 15 tatkräftige Freiwillige. In den Freiwilligencamps haben Natur-Engagierte die Chance, die Bergwelt zu erleben, Almbauern zu unterstützen und die biologische Vielfalt zu fördern.
Die Biosphärenregion und der Dachverband Nationale Naturlandschaften e. V. laden Aktive im Alter von 18-35 Jahren zu diesen Freiwilligencamps ein. Auf dem Programm stehen zum Beispiel Almschwenden, Bergwiesen mähen, regionale Wiesenstauden auspflanzen oder Wanderwege und Steige instand setzen. Ein unterhaltsames Rahmenprogramm lässt außerdem die Bergsteigertradition hochleben.

(c)Biosphärenregion Berchtesgadener Land – Almschwenden
Dabei vermitteln verschiedene lokale Akteure – wie beispielsweise Almbauern und Förster – Wissenswertes zu Almwirtschaft, Artenvielfalt oder den Aufgaben und Zielen der Biosphärenregion Berchtesgadener Land. Die Region gehört zu den 16 UNESCO-Biosphärenreservaten in Deutschland und ist eine international anerkannte Modellregion für nachhaltige Entwicklung.
Die Teilnahme inklusive der Beherbergung in einer einfachen Almhütte mit Bio-Verpflegung ist für die Freiwilligen kostenfrei. Die Freiwilligencamps werden von The North Face und der European Outdoor Conservation Association finanziell gefördert.
Weitere Infos sowie Anmeldemöglichkeiten findet Ihr unter nationale-naturlandschaften.de sowie unter biosphaerenregion-bgl.de
Schule auf der Alm – Schüler helfen beim Schwenden…
Getreidegarten – Saatgutvielfalt bewahren…
Ein Leben auf der Alm – für viele eine romantische Vorstellung von Naturverbundenheit, Ruhe und hochwertigen Almprodukten. Dass zum Bewirtschaften einer Alm aber viel mehr gehört, erfuhren die siebten und achten Klassen der Mittelschule St. Zeno bei eintägigen Exkursionen auf der Bichleralm.
Gerti Rutz, Almführerin der Biosphärenregion BGL, brachte die Schülerinnen und Schüler nicht nur mit ihrem Wissen über wilde Kräuter zum Staunen, sondern zeigte und erklärte ihnen auch das „Schwenden“ oder „Almputzen“. Dabei werden in mühsamer Handarbeit aufkommende Bäume, Sträucher oder sogenannte Weideunkräuter entfernt, damit die Weide nicht verbuscht und somit für die Viehhaltung nutzbar bleibt. Als Lebensraum für zahlreiche licht- und wärmeliebenden Pflanzen- und Tierarten, von denen einige selten und bedroht sind, ist es auch in naturschutzfachlichem Interesse, die Almweide offen zu halten.

(c) Biosphärenregion Berchtesgadener Land
Die fünf Klassen unterstützten nun die Almbauern bei der anstrengenden Arbeit. Nach anfänglicher Scheu vor Dornen und Insekten sagten die Jugendlichen, gemeinsam mit den Lehrkräften, den verholzten Sträuchern und Unkräutern mit ihren Gartenscheren den Kampf an. Als Belohnung gab es auf der Bichleralm eine köstliche Brotzeit und ein herzliches Dankeschön von Seiten der Landwirte. Am Ende der Projekttage konnte sich das Ergebnis sehen lassen.
Müde, aber stolz und um einige Erfahrungen reicher ging es für die Schülerinnen und Schüler wieder hinab ins Tal. Die Schulklassen hatten nicht nur einen wertvollen Beitrag zum Erhalt der Alm geleistet, sondern konnten nebenbei noch Spannendes über Pflanzen, Tiere und nachhaltige Landwirtschaft erfahren.
„Schule auf der Alm“ ist ein Bildungsprogramm der Biosphärenregion Berchtesgadener Land. Neben diesem Programm gibt es noch viele weitere Angebote für Schulklassen und auch für Kindergärten, Erwachsene und Familien. Die hochwertige Bildungsarbeit ist mit dem Qualitätssiegel Umweltbildung. Bayern ausgezeichnet.
Weitere Infos über die Biosphärenregion findet Ihr unter www.biosphaerenregionbgl.de