Ein unpassender Laufschuh kann den schönsten Trail zu einem einzigen Kampf machen. Dann drohen unangenehme Blasen, Gelenkschmerzen oder Verletzungen durch fehlenden Halt. Dem lässt sich durch die Wahl des richtigen Sportschuhs vorbeugen. Ob bei der alltäglichen Runde durch den Park, ausgiebigen Bergläufen oder Joggen im Wald mit kurzen Abschnitten auf Asphalt: Mit geeigneter Dämpfung, Sprengung und Passform sind Läufer in jeder Situation bestens gerüstet.
Dämpfung: Stoßfederung für die Füße
Die Dämpfung des Schuhs bietet den Füßen die benötigte Stoßfederung. Je nach Boden empfiehlt sich ein anderes Maß an Stoßdämpfung, um die Gelenke zu entlasten. Im Folgenden erfährst Du, welche Laufschuhe Herren und Damen gezielt unterstützen.
Hohe Dämpfung
Eine hohe Dämpfung zeichnet sich durch weiche, dicke Sohlen aus. Sie eignet sich:
- für schwere Läufer
- bei Gelenkproblemen
- bei längeren Laufstrecken auf Asphalt
Da man den Untergrund kaum spürt, geht das Feedback auf technisch anspruchsvollen Trails jedoch schnell verloren.
Mittlere Dämpfung
Schuhe mit mittlerer Dämpfung sind echte Allrounder. Ihre Federung eignet sich optimal bei 10 bis 20 Kilometer langen Strecken auf Schotter oder Waldboden. Sie sind die bevorzugte Lösung zahlreicher Outdoor-Läufer.
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Geringe Dämpfung für Natural Running
Die dünne Sohle mit geringer Dämpfung sorgt für Laufschuhe mit viel Bodenkontakt. Sportler profitieren zudem von einer Stärkung ihrer Fußmuskulatur und maximalem Feedback. Wenig Federung erfordert jedoch einen starken Fuß und ausreichend Zeit zur Gewöhnung. Für lange Etappen auf Asphalt sind sie nicht geeignet.
Sprengung: Laufgefühl und Haltung verbessern
Die Sprengung entspricht dem Höhenunterschied zwischen Vorderfuß und Ferse. Sie wird jeweils in Millimetern angegeben und bietet verschiedenen Lauftypen die ideale Unterstützung.
Hohe Sprengung
Klassische Sportschuhe verfügen meist über eine hohe Sprengung von 10 bis 12 Millimetern. Sie sind perfekt für Ungeübte und Fersenläufer, da sie die Waden sowie Achillessehnen entlasten. Auf Asphalt überzeugen sie durch ein ruhiges Laufgefühl, auf Trails fehlt jedoch die Stabilität.
Mittlere Sprengung
Eine mittlere Sprengung von 6 bis 8 Millimetern stellt die optimale Balance aus Schutz und natürlichem Tragegefühl dar. Sie garantiert Komfort auf leichten Trails ebenso wie auf Straßen.
Niedrige Sprengung
Niedrige Sprengungen zielen auf die Förderung des Mittelfuß-Auftritts ab. Sie sorgen für größtmögliche Kontrolle sowie Stabilität auf unebenen Böden und stärken die Wadenmuskulatur. Die Umstellung sollte langsam erfolgen, um die Achillessehne nicht zu sehr zu beanspruchen.
Bei Gepäck und rutschigen Abstiegen ist eine etwas höhere Sprengung hilfreich. Für Trailgefühl und technische Läufe bergauf darf es etwas mehr sein.
Passform: Das ist wichtig für guten Sitz
Die Passform ist zentral für dauerhaft guten Sitz. Hier sind unsere Tipps, um den passenden Laufschuh zu finden:
- Die Länge sollte vor den Zehen einen daumenbreit Platz bieten, da der Fuß bergab im Inneren nach vorn rutscht.
- Die Breite sollte das Spreizen der Zehen gestatten. Breitere Füße benötigen Wide-Modelle.
- Um Blasen zu verhindern, darf die Ferse nicht im Schuh rutschen.
- Je nach Situation eignen sich verschiedene Materialien – ein festes Obermaterial mit Zehenschutz für Trailläufe oder atmungsaktives Mesh für den Sommer.
Tipp: Probiere Sportschuhe vorzugsweise nachmittags an, wenn die Füße nach einem langen Tag bereits etwas geschwollener sind – ähnlich wie beim Training.
Fazit
Für jeden Anspruch existieren Laufschuhe mit abgestimmten Eigenschaften. Lässt es das Budget zu, raten wir zu zwei Paar Schuhen – jeweils für Straßen und Trails. Bei gelegentlichen Läufen eignet sich ein Kompromiss mit mittlerer Dämpfung und Sprengung von 6 bis 8 Millimetern.


