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9. Mai 2026 | Lesezeit ca. 3 Min.

„Take a Hike“: Wie Mammut mit KI gegen Hass im Netz kämpft

Mit der neuen Kampagne „Take a Hike“ verbindet die Schweizer Bergsportmarke Mammut künstliche Intelligenz mit einer klaren Botschaft: weniger Frust im Netz, mehr Zeit in der Natur. Unterstützt von einem eigens entwickelten KI-Tool analysiert die Kampagne toxische Kommentare auf Social Media – und schickt digitale Hitzköpfe symbolisch direkt auf den Trail.

„Take a Hike“: Wie Mammut mit KI gegen Hass im Netz kämpft

Die Schweizer Bergsportmarke Mammut sorgt mit einer ungewöhnlichen Kampagne für Aufmerksamkeit. Unter dem Titel „Take a Hike“ verbindet das Unternehmen künstliche Intelligenz, Social Media und Outdoor-Erlebnisse mit einer klaren Botschaft: Wer permanent Frust im Netz ablässt, sollte vielleicht einfach öfter raus in die Natur.

Die Idee dahinter ist ebenso provokant wie clever. Statt nur auf klassische Werbung zu setzen, nutzt Mammut ein eigens entwickeltes KI-Tool namens „Cliff“, das besonders gereizte und aggressive Kommentare auf Plattformen wie Instagram, YouTube, TikTok oder X erkennt. Die Antwort der Kampagne fällt überraschend simpel aus: „Take a Hike!“ – wortwörtlich verstanden.

KI erkennt Frust im Netz

Entwickelt wurde das System gemeinsam mit der Kreativagentur DEPT®. Die technische Grundlage basiert auf Python, läuft über die Google Cloud Plattform und nutzt Googles KI-Technologie Gemini zur Analyse von Sprache und Tonalität.

Das Tool bewertet Kommentare ähnlich wie ein menschlicher Community-Manager – allerdings in deutlich größerem Umfang. Laut Mammut werden täglich bis zu 600 besonders negative oder frustrierte Online-Diskussionen identifiziert. Genau dort setzt die Kampagne an und reagiert mit ihrer zentralen Botschaft: raus aus der Kommentarspirale, rein in die Natur.

Warum Natur tatsächlich Stress reduzieren kann

Hinter der Kampagne steckt mehr als nur ein kreativer Marketing-Gag. Mammut verweist auf mehrere wissenschaftliche Studien, die die positiven Auswirkungen von Naturerlebnissen auf die Psyche belegen.

So zeigen Untersuchungen, dass bereits ein 90-minütiger Spaziergang in der Natur negative Gedankenspiralen deutlich reduzieren kann. Gleichzeitig sinkt die Aktivität in Hirnregionen, die mit Stress und psychischer Belastung in Verbindung gebracht werden.

Auch längere Aufenthalte fernab von Smartphone und Dauer-Scrolling zeigen Wirkung. Studien deuten darauf hin, dass mehrere Tage in der Natur die kreative Problemlösungsfähigkeit deutlich verbessern können. Genau diesen Effekt möchte Mammut mit „Take a Hike“ in den Mittelpunkt rücken.

Berge statt „Ease Culture“

Mammut kritisiert mit der Kampagne auch die zunehmende „Ease Culture“ – also eine Gesellschaft, die möglichst jede Anstrengung vermeiden möchte. Die Folge seien Frust, Gereiztheit und digitale Dauerüberforderung.

CMO Nic Brandenberger beschreibt die Berge dabei als Gegenpol zum hektischen Online-Alltag. Statt endlosem Scrollen gehe es um echte Bewegung, Perspektivwechsel und bewusstes Abschalten. Eine Botschaft, die gerade in Zeiten von Social-Media-Stress und permanenter Erreichbarkeit einen Nerv treffen dürfte.

Social Media trifft Outdoor-Lifestyle

Der Start der Kampagne erfolgt international über Instagram, TikTok, YouTube und X. Ergänzt wird „Take a Hike“ durch Behind-the-Scenes-Inhalte und reale Guerilla-Aktionen in urbanen Räumen. Besonders stressige Orte in Städten sollen dabei symbolisch „Richtung Berge“ umgeleitet werden.

Für Mammut ist die Aktion gleichzeitig Markenstatement und gesellschaftlicher Kommentar. Die Schweizer Outdoor-Marke positioniert sich damit bewusst als Unternehmen, das Outdoor-Erlebnisse nicht nur mit Abenteuer, sondern auch mit mentalem Wohlbefinden verbindet.

Weitere Informationen zur Kampagne gibt es auf der offiziellen Webseite von Mammut.

Redaktionsfazit

Mit „Take a Hike“ gelingt Mammut eine Kampagne, die aktuelle gesellschaftliche Themen intelligent mit Outdoor-Lifestyle verbindet. Die Kombination aus KI-Technologie, Social-Media-Kultur und wissenschaftlich belegten Natur-Effekten wirkt modern, relevant und überraschend nahbar. Gerade für eine Outdoor-Marke entsteht dadurch eine starke Verbindung zwischen Produktwelt und echtem Mehrwert: rausgehen, abschalten und neue Perspektiven gewinnen.

Quelle: Mammut / Crystal Communications


Petra Sobinger
petra.sobinger@be-outdoor.de
Alle Beiträge von Petra Sobinger | Website

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