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19. Oktober 2023 | Lesezeit ca. 5 Min.

Eine Auszeit von Job und Leben nehmen – Tipps zum Sabbatical

Arbeiten, chillen oder etwas erleben?

„Sabbatical“ ist die moderne Bezeichnung für eine Auszeit vom Alltag – und damit in den meisten Fällen auch von der Arbeit. Ein Sabbatical soll dazu dienen, eine Reise zu unternehmen, auszuspannen, neue Erfahrungen zu machen und sich weiterzubilden. Es ist eine Möglichkeit, neue Energie zu tanken und die Work-Life-Balance zu verbessern. Doch wie soll die Auszeit aussehen?

Abbildung 1: Wenn Körper und Geist nach einer Auszeit rufen, ist ein Sabbatical eine gute Antwort darauf.

Arbeiten, chillen oder etwas erleben? Diese Optionen gibt es für ein Sabbatical

Wer sich mit dem Chef auf ein Sabbatical einigen kann, sollte bereits wissen, wie die Auszeit aussehen soll. Sonst verkommt die Chance zum Energietanken schnell und wird zum Aufarbeiten all dessen, was im Alltag manchmal liegenbleibt. Die Gefahr, während des Sabbaticals ein Couchpotatoe zu werden, ist groß, wenn nicht feststeht, wohin die Reise gehen soll. Grundsätzlich wird unterschieden in drei Varianten des Aufenthalts fernab vom Alltag:

  1. Freiwilligenarbeit. Denkbar ist ein Trip in eine andere Kultur und ein anderes Land. Häufig wird die Auszeit fernab von der eigenen Komfortzone für einen Freiwilligendienst genutzt. Ob in einem kenianischen Kindergarten den Zwergen das Lesen und Schreiben beigebracht wird, sich das Engagement auf ein Tierschutzprojekt in Namibia erstreckt oder schlicht Müll am Strand einer Trauminsel gesammelt wird – jede dieser Tätigkeiten verknüpft eine Beschäftigung mit etwas Sinnvollem. Zur Auswahl stehen zahlreiche Volunteer-Projekte in der Nähe und in der Ferne.
  2. Entspannen. Die Füße hochzulegen, ist im Zuge eines Sabbaticals zwar legitim, aber im Grunde nicht der Sinn der Sache. Eine gesunde Beschäftigung von Körper und Geist ist hingegen eher der Ansatz, um sich im Zuge eines Sabbaticals aus den altbekannten Strukturen zu lösen und neue Erfahrungen zu machen.
  3. Etwas erleben. Etwas zu erleben, kann auf ganz unterschiedliche Art und Weise passieren. Aktuell sehr im Trend liegen Pilgerreisen, die in der traditionellen Form auf dem Jakobsweg in Deutschland verlaufen. Wer weniger bedächtig unterwegs sein möchte, könnte auch beim Studieren von Reiseberichten eine Inspiration für das Sabbatical erhalten. Julian berichtet online beispielsweise von seiner Mardi-Himal-Trekkingtour in Nepal, auf der er Rhododendronwälder und Eisriesen sehen durfte.
(c)pixabay.com © Pexels (CC0 Public Domain)
(c)pixabay.com © Pexels (CC0 Public Domain) – Um einen Eindruck von den Optionen im Ausland zu erhalten, empfiehlt es sich Reiseberichte zu lesen. Diese stellen auf authentische Art und Weise dar, wie ein Sabbatical aussehen könnte.

Gut organisiert in die Auszeit starten. Diese Punkte gilt es im Vorfeld zu regeln

Ein Sabbatical zu organisieren, erfordert einige Planung und Vorbereitung. Die Organisation variiert je nach den individuellen Umständen – also danach, wer verreist, wie die beruflichen oder familiären Rahmenbedingungen aussehen und inwiefern Verantwortungsbereiche neu organisiert werden müssen. Soll beispielsweise ein Haustier mit auf Tour gehen, wie etwa ein abenteuerlustiger Vierbeiner, gibt es noch weitere Vorbereitungen zu treffen, um das Tier für die Reise auszurüsten und währenddessen gut zu versorgen. Es ist in jedem Fall ratsam, frühzeitig mit der Planung zu beginnen. Hier sind einige Punkte, die zu berücksichtigen sind:

  • Zielsetzung: Wer ein Sabbatical plant, muss sich im Vorfeld überlegen, was während der Auszeit erreicht werden soll. Ist eine Reise erfüllend genug? Soll eine neue Fähigkeit erlernt werden? Soll es eine schlichte Auszeit fernab vom Alltag sein oder spielt das ehrenamtliche Engagement eine Rolle?
  • Finanzplanung: Es ist wichtig, im Vorfeld die eigene finanzielle Situation zu überprüfen und einen Budgetplan für das Sabbatical aufzustellen. Zu berücksichtigen sind dabei sowohl die Kosten für geplante Aktivitäten als auch laufende Ausgaben während dieser Zeit.
  • Arbeitsvereinbarungen: Eine Absprache mit dem Arbeitgeber ist gut, sinnvoll und nötig, denn das Sabbatical ist kein verbrieftes Recht im Arbeitsvertrag. Zu klären sind Details wie Dauer, Bezahlung und Rückkehrbedingungen im Voraus. In aller Regel ruht der Arbeitsvertrag während der Auszeit bzw. wird eine Freistellung über einen gewissen Zeitraum vereinbart.
  • Zeitplanung: Wie lange soll das Sabbatical gehen? Diese Frage ist zwingend im Voraus zu beantworten. Dementsprechend wird der Aufenthalt fernab von zuhause geplant. Und auf Basis dieser Zeitplanung werden auch eventuelle Kündigungsfristen oder andere Verpflichtungen geregelt.
  • Recherche: Wer reisen möchte, informiert sich über potenzielle Reiseziele, Visa-Anforderungen, Unterkünfte und Aktivitäten vor Ort. Wer eine neue Fähigkeit erlernen möchten, sucht nach geeigneten Kursen oder Workshops. Tipp: Wer zu sich selbst finden möchte, dem wird eine naturnahe Solo-Reise mit dem Zelt empfohlen. Nahe der Natur und der Wildnis ist der Weg zu einem selbst recht leicht zu finden.
(c)pixabay.com © stevepb (CC0 Public Domain)
(c)pixabay.com © stevepb (CC0 Public Domain) – Vor dem Beginn des Sabbaticals müssen einige bürokratische Aufgaben erledigt werden. Neben der Planung der Finanzen während der Auszeit gilt es auch Verträge zu prüfen und ggf. Unterlagen zu digitalisieren, die unterwegs greifbar sein sollten. Vor allem Sach- und Personenversicherungen sollten auch aus der Ferne zugänglich sein.

Organisation der persönlichen Angelegenheiten: Persönlichen Angelegenheiten wie Versicherungen, Mietverträge oder Abonnements sind während der geplanten Abwesenheit zu regeln. Das kann bedeuten, dass Verträge pausieren oder gar gekündigt werden.

  • Kommunikation: Familie, Freunde und Kollegen sollte über das Sabbatical und geplanten Zeitraum informiert werden. Im Zuge dessen ist es ratsam zu vereinbaren, inwiefern ein Kontakt bestehen soll. Die Zuhausebleibenden freuen sich sicherlich über eine regelmäßige Kommunikation, allerdings ist das natürlich keine Pflicht. Wichtig ist sicherzustellen, dass der Reisende während der Abwesenheit erreichbar ist, falls nötig.
  • Vorbereitung auf die Rückkehr: Vor der Reise schon an nach der Reise zu denken, klingt absurd? Ist es aber gar nicht, denn wer sich bereits im Vorfeld Gedanken über die Rückkehr und über etwaige Übergangsphasen macht, muss sich durch diese Gedanken nicht während das Sabbatical vermiesen lassen.

Petra Sobinger
petra.sobinger@be-outdoor.de
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