Weihnachten & Sylvester

Fröhliche Weihnachten – Unsere Weihnachtsgeschichte 2018

Weihnachtsgeschichten - Gedanken und mehr

Je mehr Weihnachten naht, desto mehr Newsletter mit Rückblicken, guten Wünschen und Weihnachtsgeschichten erreichen uns. Eine der wohl am meist bekanntesten Weihnachtsgeschichten ist die von der kleinen Virginia, die unter dem Titel „Gibt es einen Weihnachtsmann?“ am 21. September 1897 als Leitartikel der New Sun erschien. Philip O’Hanlon, der Assistent eines Untersuchungsrichters in Manhattans Upper West Side wurde von seiner acht Jahre alten Tochter Virginia gefragt, ob Santa Claus denn wirklich existieren würde.

Die kleine Virginia hatte zu zweifeln begonnen, ob es einen Weihnachtsmann wirklich geben würde, weil ihre Freunde ihr erklärt hatten, dass es ihn überhaupt nicht geben würde. Der Vater riet ihr, dass sie diese Frage doch einmal an die New York Sun als Leserbrief schreiben solle, worauf der Redakteur der Zeitung, Francis P. Church, einen Artikel mit dem Titel „Ja Virginia, es gibt einen Weihnachtsmann veröffentlichte, der zu den mittlerweile am meist bekanntesten Weihnachtsgeschichten gehört.

Unsere Weihnachtsgeschichte 2018

Auch wir haben in diesem Jahr eine Weihnachtsgeschichte für Euch ausgegraben – eigentlich ein russisches Märchen, von einem unbekannten Verfasser und wie wir finden eine der schönsten Weihnachtsgeschichten, die es so gibt. Schließlich erzählt sie uns, wo die vielen kleinen Glöckchen herkommen, mit denen das Christkind den Heiligabend einläutet.

Die Weihnachtsglocke

Vor vielen, vielen Jahren, da war einst im heiligen Russland ein Bauer vor der Weihnacht traurig und ratlos.
Er hätte gern seiner Frau, seinem Kind und allen Nachbarn etwas Gutes getan, aber was sollte es da in dieser Zeit schon geben: es fiel ihm beim besten Willen nichts ein. Wie er so überlegte – während er auf dem Feld arbeitete – da stieß er im Boden auf einen eisernen Ring. Er wunderte sich, holte ein Seil, zog es durch den Ring, spannte seinen Ochsen davor und staunte nicht schlecht: Der Ochse zog eine riesengroße Glocke aus dem Boden, so einfach, als wäre es eine Rübe gewesen.

Niemand wusste, wie die Glocke in den Acker gekommen war. „Es muss ein Wunder gewesen sein“, meinten die Leute aus dem Dorf.
In den nächsten Tagen bauten alle Leute aus der Gegend für die große Glocke einen Turm aus Holz und die Zeit dazu langte gerade so bis zum Heiligen Abend.
Zum ersten Mal läutete sie an Weihnachten. Allen Menschen, die sie hörten, wurde ganz merkwürdig. Den, der traurig war, überkam Mut. Der Kummer hatte, konnte ihn vergessen; der einsam war, bekam Besuch. Die Kranken vergaßen ihre Schmerzen und die Armen fanden plötzlich noch etwas zu essen.
Von da an läuterte die Glocke an jedem Feiertag und immer – wie das erste Mal – schöpften die Menschen Hoffnung. Von dem Gerücht der wunderbaren Glocke hörte übers Jahr der Zar in Moskau.

„Die Gocke kommt auf mein Schloß“, befahl er und brach mit seinen Reitern zu dem Dorf auf. Alles Bitten der Bauern half nichts. „Ich will es so, ich bin der Zar, die Glocke ist für Euch viel zu gut“, befahl der Zar. Die Glocke wurde mit einem Seil vom Turm herunter geholt. Nachdem die Glocke aufgeladen war, rührte sich der Wagen nicht mehr von der Stelle. Alle Ochsen und Rösser ließ der Zar einspannen, sogar die Soldaten ließ er ziehen – es nutzte alles nichts. Aus lauter Wut, weil sie die Glocke nicht mitnehmen konnten, zerschlugen die Soldaten die Glocke mit großen Hämmern – in viele tausend Stücke. Sie fuhren davon und ließen die traurigen Dorfbewohner zurück.

Als wieder Weihnachten war, stand der Bauer morgens auf und wollte zuerst einmal wieder zu dem Glockenscherbenhaufen gehen.
Da sah er, schon wenig vom Schnee bedeckt, statt der Scherben viele tausend wunderschöne, kleine glänzende Glöckchen. Die Nachbarn halfen ihm, sie aufzulesen und zu verteilen.

Verfasser unbekannt

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Petra Sobinger

petra.sobinger@be-outdoor.de

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