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Adventstipp 2019 – Berchtesgadener Advent

„Stade Musi und vui Gfui“

Der Berchtesgadener Advent feiert in diesem Jahr sein zehnjähriges Bestehen. 2017 konnte der romantische Markt beim „Falstaff-Wettbewerb“ mit rekordverdächtigen 48 Prozent im Süden Deutschlands als Sieger in der Rubrik „Die beliebtesten Weihnachtsmärkte Deutschlands“ das Rennen für sich entscheiden. Der Berchtesgadener Advent startet am 28. November 2019.

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Berchtesgadener Advent – „Stade Musi und vui Gfui“

Der Berchtesgadener Advent ist etwas ganz Besonderes. Das liegt einerseits an der einmaligen Kulisse des Königlichen Schlosses und den historischen Bürgerhäuser, andererseits aber auch dem vielen handgemachten Kinderspielzeug, das den „Berchtesgadener Advent“ – so der offizielle Titel – ausmacht. Rund 50 Adventsstände lassen Tradition und Handwerk am 28. November 2019 wieder lebendig werden.

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(c)be-outdoor.de – Berchtesgadener Advent 2

Berchtesgadener Christbaumschmuck – Lange Tradition aus Handwerkskunst

Berchtesgaden ist bekannt für jahrhundertealte Schnitzkunst, die sich auch auf dem Adventsmarkt in Form von Kinderspielzeug im Miniaturformat wiederfindet. Das Kinderspielzeug, das wir heute als Christbaumschmuck kennen, war früher als Kinderspielzeug im Einsatz. Und zwar als Holzspielzeug. Es wurde sogar mit Schiffen bis ans andere Ende der Erde transportiert und selbst Berchtesgadener Spanschachteln wurden im hintersten Orient zum Verpacken von Gewürzen oder Weihrauch verwandt. Zum Ende des vorletzten Jahrhunderts, so um 1900 herum, drohte die ganze Berchtesgadener Holzware in Vergessenheit zu geraten. Das lag daran, dass neue Materialien auf den Markt kamen, wie zum Beispiel Bakelit, Kunststoffe oder Blechspielzeug. Das alte Holzspielzeug war kaum noch gefragt und geriet ein wenig in Vergessenheit.

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Handwerkskunst aus Holz

Um 1910 kam ein Berchtesgadener namens Reinbold auf die schlaue Idee, dieses Kinderspielzeug, genau wie Werkzeuge aus der Küche oder aus der Werkstatt, zu verkleinern und als Christbaumschmuck zu verkaufen. Alles was den Bauern, bzw. den Kindern wichtig war, wurde im Kleinformat produziert und an die heimische Fichte gehängt. Das Pferd aus dem Stall, der alte Stuhl aus der Küche und natürlich auch all die Instrumente. Kinder, genau wie Erwachsenen, lieben den Christbaumschmuck nicht ohne Grund, denn einerseits ist das Spielzeug wahnsinnig lieb anzuschauen und andererseits funktionieren auch all diese Instrumente.

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Die Pfeife pfeift, die Rassel rasselt, die Trompete trompetet und natürlich das Oarschpfeifirößl. Rund 20 Personen arbeiten das ganze Jahr an den Produkten und an der Herstellung. Die Produkte werden in die ganze Welt verkauft. Ebenfalls etwas Besonderes: Die mannshohen Christbaumfiguren, die über den ganzen Markt verteilt sind und die auch am Schlossplatz sowie auf diversen Ständen auf dem Markt erworben werden können. Wer übrigens gerne zusehen möchte, wie das lebendige Holzhandwerk der Berchtesgadener Handwerkszunft entsteht, der kann jeden Freitag, Samstag und Sonntag im Gasthaus Neuhaus (1. Stock), den Drechslern, Schnitzern, Krippenbauern und Fleitl- sowie Schachtelmachern zuschauen.

Die Weihnachtsschützen von Berchtesgaden

In der Woche vor Heiligabend wird jeweils um 15:00 Uhr geschossen, das sogenannte „Christkindlanschiessen“. Die Schützen am Lockstein, oberhalb von Berchtesgaden, lassen sich wunderbar vom Schlossplatz aus beobachten.

Außerdem finden zur Weihnachtszeit auch wieder die historischen Marktführungen mit der Nachtwächterin Anna Glossner, jeweils Freitag ab 17 Uhr, statt sowie zahlreiche Hirten- und Krippenspiele auf der Schlossbühne. Auch Schauschnitzen darf bewundert werden sowie weitere Musik- und Gesangsgruppen der örtlichen Vereine und Schulen, bzw. Kindergärten. Die Standlbetreiber sind vorwiegend aus der Region und sorgen mit einem kreativen Angebot für viel Abwechslung beim Bummel über den Adventmarkt.

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Kinderprogramm auf dem Berchtesgadener Advent

In der Kinderbackstube, einem Christbaumlabyrinth bestehend aus rund 250 Christbäumen auf dem Schlossplatz, Kinderhandwerkshütte, lebende Krippen, nostalgisches Karussell – auch einen wahren Weihnachtszauber-Wald -, bis hin zur Kinderbackstube in der Platzerln und Guateln gebacken werden sowie der Kinderhütte am Triembachereck wo die Kleinen der Berchtesgadener Handwerkskunst nacheifern können und natürlich der lebenden Krippe in einem Stall mit unterschiedlichen Tieren, findet der Nachwuchs jede Menge Abwechslung, während die Großen in Ruhe ihren Glühwein trinken können.

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Alpen-Advent – weitere tolle Adventsmärkte

Der Berchtesgadener Adventsmarkt bildet zusammen mit drei weiteren Regionen den „Alpen-Advent“. Die 4 Advent-Regionen in drei unterschiedlichen Ländern stehen alle für Tradition, Originalität und bodenständiges Handwerk. Die anderen drei Alpen-Adventsmärkte findet Ihr hier:

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Petra Sobinger

petra.sobinger@be-outdoor.de

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