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#ArcticVespa – mit der Vespa zum Nordkap

Wir sind wieder da und hoffentlich auch bald alle Fahrzeuge

Wir sind wieder da!

Einmal Nordkap und zur├╝ck? Mit italienischen Vespa Rollern? Nicht nur einmal wurden wir auf dieser Reise gefragt ob wir nicht mehr ganz bei Trost seien ­čśë Verr├╝ckt ja! aber nicht d├Ąmlich.

9000 km, von denen 7000 km mit der Vespa zur├╝ckgelegt werden m├╝ssen. Das alles in maximal 16 Tagen. Mit dieser Idee im Kopf haben wir uns gefunden.

Mike, Hubsl und Steve … Die drei Nordkap Abenteurer!

Die Tour

Diese abenteuerliche Tour mit dem Namen #Arcticvespa haben wir am 5.9. um ca. 18 Uhr gestartet. Es ging von der Wiener Neustadt aus f├╝r Hubsl erstmal weiter zu Mike, der in Krems an der Donau schon mit Sack und Pack wartete. Die ersten 1000km quer durch Deutschland wollten wir uns auf der Vespa schenken und so wurde kurzerhand Hubsl`s Bus zum Lieferwagen f├╝r 3 alte Italienerinnen. Um ca. 23.30 Uhr in der Nacht waren sie dann in Freilassing angelangt, wo noch die letzte Vespa + Fahrer eingepackt und die letzten Zentimeter im Bus ausgenutzt wurden.

Aber hier ging die Reise erst richtig los. 1000 km bis nach Kiel forderten schon die ein oder andere Dose Red Bull oder Cola.

Am n├Ąchsten Tag in Kiel angekommen, schnell,

schnell alle Vespas raus, aufpacken und los… So war zumindest der Plan.

Circa 100 Meter weit sind wir gekommen bevor sich bei meiner Vespa die vordere Gabel mit einem extremen Schlackern bemerkbar machte und nicht mehr fahrbar war. Kurzerhand gleich Werkzeug raus und mit 1-2 sachkundigen Blicken von Hubsl und Mike war klar:┬áEnde Gel├Ąnde ­čÖü

(c)#Arcticvespa - Tag 01

Die Achse hatte extrem tiefe Riefen, die einen guten Lagerlauf nicht mehr m├Âglich machte. Da war guter Rat teuer. Ich war kurz vorm Heulen und hatte auch schon 1000 Ideen im Kopf wie es weitergehen sollte. Heimw├Ąrts war keine davon! Nach einigen Anrufen in Hamburg, Kiel und Umgebung wusste so ziemlich jeder, der etwas mit Vespa zu tun hatte Bescheid, dass┬á wir ziemlich tief in der Patsche stecken. Noch ein schneller Hilferuf ├╝ber Facebook und circa eine Stunde sp├Ąter war das gro├če Gl├╝ck komplett.

Es hatten sich Teile, Garage und unglaublich tolle Menschen gefunden, die mir in dieser Not helfen wollten. Schnell die Vespa wieder in den Bus und im Schlepptau von Mike und Hubsl ab nach Kiel wo wir bei Antje und Matthias herzlichst aufgenommen wurden. Die Garage stand schon offen und Antje hatte schon den Kaffee aufgesetzt.

So viel Gl├╝ck kann man im ersten Moment gar nicht fassen. Nach circa 15 Minuten kam dann auch noch ein super Freund mit den n├Âtigen Ersatzteilen und noch mehr.┬á Bei netten Gespr├Ąchen und Bierchen wurde schnell die komplette Gabel getauscht und gleich neue Lager und alles verbaut. Einmal komplett Service Deluxe !

Nach 4 Stunden war dann alles Tutti und wir konnten in unser Nachtlager fahren. Hier nochmal ein riesiges Dankesch├Ân f├╝r eure Hilfe und diesen unglaublichen Support.

Ich hoffe, ich kann mich irgendwann revangieren!

Dann ging die Reise wirklich los. Schnelles Fr├╝hst├╝ck und ab auf die Piste! 560 km quer durch D├Ąnemark ├╝ber viele, viele Br├╝cken und vorbei an tollen Aussichten bis nach Schweden. Malm├ Check und nach einer kurzen Tankpause weiter.

Immer weiter nach Norden. Auf dem Campingplatz hatten wir gro├čes Gl├╝ck und noch einen Platz bekommen, da es schon sehr sp├Ąt war und eigentlich niemand mehr an der Rezeption war.

Arcticvespa_Tag02 - Ankunft in Schweden
Arcticvespa_Tag02 – Ankunft in Schweden

Noch schnell Grillen auf eine andere Art und Weise und dann ins Bett!

Und weiter gehts… Erst in Richtung Stockholm, weiter nach Lulea und schlussendlich ├╝ber den Grenz├╝bertritt nach Finnland.

Auf der H├Âhe von Pajala hatten wir nicht unbedingt Gl├╝ck mit dem Wetter und auch die ein oder andere l├Ąngere Schrauberei hatten wir zu bew├Ąltigen.

Unter anderem eine komplette Z├╝ndung und einen Vergaser sowie alles neu einstellen bei Mike. Das alles hat ein paar Stunden in Anspruch genommen. So ging der Trip ├╝ber den N├Ârdlichen Polarkreis in Schweden Nachts ├╝ber die B├╝hne.

300 km Nichts und wieder Nichts in einer wahnsinnig dunklen Nacht! Einfach Cool. Zelt aufbauen im Regen um ca. 2.30 Uhr fr├╝h, um dann um 6 Uhr wieder zu starten. Also Urlaub ist anders ­čśë

Weiter durch die Tundra von Finnland vorbei an unz├Ąhligen Rentieren

und wundersch├Ânen Fl├╝ssen in Richtung norwegischer Grenze. Irgendwann haben auch unsere Regenkombis unter dem starken Regen nachgegeben und wir mussten uns in Norwegen im Hotel richtig trocken legen.

Freitag der 13. f├╝r uns ein Gl├╝ckstag !!!

Wir haben noch 190km zum Nordkap und insgesamt ca. 530km zum Tagesziel. Durch die knapp gesteckte Zeit ist das ordentlich stressig.

Also ab zum Nordkap!!! 110 kmh Wind, Regen und Temperaturen um die 0 Grad Celsius machen diese Fahrt nicht gerade zum Sonntagsausflug aber die letzten Kilometer flie├čt das Adrenalin durch die Adern und wir rocken die Stra├čen bis zum Globus.

Kurzerhand nach ganz vorne geschmuggelt und dann AUSFLIPPEN !!!!

WIR HABEN ES GESCHAFFT !

4500 km bis ganz nach oben und wir stehen da. Mit unseren vollbepackten Vespas. Wir sind sofort der Blickfang von allen Besuchern und es werden so einige interessante Bekanntschaften gemacht. Traumhaft sch├Ân..

Nach gef├╝hlt tausend Fotos und einem Rundgang durchs Museum ging es dann wieder zur├╝ck in Richtung S├╝den. Tagesziel Alta in Nordnorwegen. Hier einen netten Abend genossen und am n├Ąchsten Tag in der Fr├╝h der gro├če Schock.

Bei der Kontrolle in der Tiefgarage ist uns aufgefallen dass mein hinterer Reifen seitlich komplett angefr├Ąst war. Bei genauerer Kontrolle fiel uns dann auf, dass der Motor schief steht und die komplette Sto├čd├Ąmpferaufnahme durchgebrochen war und den Sto├čd├Ąmpfer verbogen hat. Die 60 kg Gep├Ąck und die doch etwas heftigeren Schlagl├Âcher haben ihren Tribut gefordert.

Schnell eine Werkstatt und Abschleppwagen organisiert und versucht es zu fixen. Aber der Supergau war schon geschehen. Definitiv irreparabel in der kurzen Zeit und ohne Ersatzteile nicht m├Âglich, so lauteten die Aussagen.

F├╝r mich war so die Reise mit der Vespa zu Ende ­čÖü … Den Tr├Ąnen nah und ziemlich am Boden zerst├Ârt haben wir dann zusammen mit dem ADAC und einem norwegischen Autoservice alles soweit wie m├Âglich organisiert um weiter zu kommen. Trotz allem war der Tag schon gelaufen und wir gingen zur├╝ck ins Hotel.

N├Ąchster Tag mit Europcar Auto und nur noch zwei Vespas weiter in Richtung Narvik, Trondheim und ├╝bers K├Ânigstal nach Oslo, von wo Tage sp├Ąter unsere F├Ąhre nach Kiel starten sollte.

Gl├╝ck im Ungl├╝ck:┬á Der Tag war f├╝r mich total zerst├Ârt. Ich wollte doch auch wieder mit der Vespa heim.

Super leckeres Essen wie Rentier Carppacio und Rentier Steak konnten die Laune nur kurzfristig wieder steigern. Wobei ich sagen muss, dass mich Mike und Hubsl immer wieder aufgerichtet und mir die Situation gerettet haben.

Bei einem abendlichen Spaziergang ums Hotel haben wir dann bemerkt, dass die Nacht sternenklar ist und somit die Chance auf Nordlichter gr├Â├čer. Schnell die Kamera aus dem Zimmer geholt und ab ans Meer.

Und dann dieser Ausblick. Am Meer angekommen, glitzerten die Lichter der Stadt unglaublich sch├Ân im spiegelglatten Meer.

Kurzer Rundumblick und dann das.

├ťber den kompletten Horizont tanzten pl├Âtzlich schwach aber gut zu erkennen die wundersch├Ânen Nordlichter f├╝r uns. Wir waren echt gefesselt.

Auch wenn man dieses Ph├Ąnomen schon ├Âfter gesehen hat ist es immer wieder ├╝berw├Ąltigend.

Mit den Nordlichtern im Kopf ging dann die Reise weiter wieder in Richtung Heimat. Entlang der unz├Ąhligen und wundersch├Ânen Fjorde in Norwegen erst nach Narvik, danach Trondheim und zur├╝ck nach Oslo.

Hier war uns das Wetter ein wenig hold und lies uns nur ab und an sp├╝ren dass es schon in Richtung Winter geht.

├ťber die Fjells und den N├Ârdlichen Polarkreis bekamen wir den Winter ein wenig zu sp├╝ren mit eisigen Temperaturen und Schneefall.

Hier ertappte ich mich bei dem b├Âsen Gedanken dass ich doch jetzt gar nicht so schlecht dran bin. W├Ąhrend die anderen frieren und nass werden stelle ich die Sitzheizung in meinem Auto auf Stufe 3 und genie├če Chips und Cola w├Ąhrend der Fahrt. Aber ich kann euch versprechen, dass ich lieber im Borat Anzug durch den Schnee auf der Vespa gefahren w├Ąre, als im Auto hinterher zu fahren.

Nichtsdestotrotz durfte ich die Sch├Ânheit Norwegens genie├čen und die komplette Route mit auf Achse fahren.

Der Flug nach Hause war einfach nie eine Option.

Nach ein paar Sightseeing-Stunden in Trondheim, Oslo und Co. ging es dann schlussendlich am Donnerstag um 14Uhr auf die F├Ąhre.

Diese war ausgestattet wie ein Kreuzfahrt Schiff mit Restaurants, Schwimmbad, Casino und einige Shops. Echt genial und ein toller Abschluss dieser abenteuerlichen Tour.

Jetzt noch schnell die letzten 1000 km wieder durch Deutschland zur├╝ck und ab nach Heim zu unseren Frauchen und Familien.

Fazit

 

Unser Fazit zu dieser irren Tour war… Auf jeden Fall kommen wir wieder. Ein wenig mehr Zeit w├Ąre ein Geschenk f├╝r diese tollen Landschaften, Orte und auch die so lieben Menschen. Hier im Norden ist die Ruhe zu Hause. Die Vespas werden jetzt nach diesem Ritt wieder komplett auf Vordermann gebracht und dann hoffe ich, dass Mike und Hubsl wieder mit mir weg fahren. Auf meine Vespa muss ich wohl noch ein wenig warten und sie dann ├╝ber den Winter wieder komplett fit machen.

F├╝r mich war trotz allem Ungl├╝ck diese Tour ein voller Erfolg. Ich hatte Freunde f├╝rs Leben dabei und diese Reise wird uns niemals wieder einer nehmen. Echte M├Ąnnerfreundschaft eben.

An dieser Stelle m├Âchte ich mich ganz Herzlich nochmal bei allen Unterst├╝tzern, Ausr├╝stern und Beteiligten Bedanken. Ihr seid der Hammer !

#EngelbertStrau├č #ChibaGloves #OspreyEurope #be-outdoor.de

 

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