Ich bin Stefan Poerschke, geboren am 19. Dezember 1988 und für viele, die meine Geschichten lesen, bin ich einfach Fiesta Steve. Ein Spitzname, der zuerst ein Running Gag war – und später zu einem Teil meiner Identität wurde.
Manchmal frage ich mich, an welchem Punkt aus der Neugier ein Lebensstil wurde. Vielleicht war es der Moment, als ich am frühen Morgen irgendwo in Skandinavien im Schneesturm aus meinem Ford Fiesta gekrochen kam und mich fragte, ob es Wahnsinn oder Mut war, mit einem Kleinwagen Baujahr 1987 im tiefsten Winter Richtung Nordkap aufzubrechen. Wahrscheinlich aber begann alles viel früher – in meiner Kindheit, in diesem Gefühl, dass die Welt da draußen nur darauf wartet, entdeckt zu werden.

Mein Zuhause? Das liegt heute in Fridolfing im schönen Chiemgau. Dort, wo die Berge nie ganz verschwinden, egal von welchem Fenster aus man schaut und wo man in fünf Minuten mitten in der Natur steht. Hier lebe ich mit meiner Familie – ständig unterwegs, ständig neugierig, ständig bereit, die nächste Tür aufzustoßen, egal ob sie zu einem Waldweg, einer Rallye-Etappe oder einem neuen Land führt.
Wie der Fiesta mein Leben veränderte – IceRallye 2017
Als ich 2017 zum ersten Mal für be-outdoor.de unterwegs war, wusste ich nicht, dass diese Tour vieles verändern würde. Die IceRallye 2017 – mit dem Ford Fiesta im Winter ans Nordkapp – Winter, Eis, Nordkap, Fiesta. 16 Länder, 12000km in 3 Wochen. Ein Setting, das kein Autohändler guten Gewissens empfehlen würde. Aber es war genau richtig für mich.




Ich kann mich noch gut an die Stille dieser skandinavischen Nächte erinnern, an den Atem, der in der Kälte gefror, an die Straßen, die komplett aus Eis waren. Und an das Gefühl, in einem einfachen, treuen Auto etwas zu schaffen, das eigentlich zu groß für uns beide war. Dort, irgendwo zwischen gefrorenen Flüssen und der Unendlichkeit Lapplands, habe ich begriffen, wie sehr mich das Draußen antreibt – und wie gut es tut, die eigene Komfortzone mit jedem Kilometer weiter hinter sich zu lassen.
Vom Berchtesgadener Land in die Wüste – DesertRallye 2018
Genau 365 Tage später stand ich wieder am Start – noch mehr Lust auf Abenteuer, diesmal aber ein komplett anderes Terrain. Die DesertRallye 2018 – mit dem Ford Fiesta in die Sahara führte mich über 13 Länder, von Europa bis nach Marokko. 16 Tage, knapp 11.000 Kilometer, Grenzen, Fähren, Hitze, Sand, Straßen, die eigentlich keine waren.



Wenn ich heute daran denke, sehe ich noch immer die rötliche Abendsonne der Sahara vor mir. Ich spüre wieder den Moment, als ich das Fahrzeug nach einer langen Etappe abstellte, der Sand knirschte und eine Stille über allem lag, die man nur in der Wüste findet. Es war hart. Es war anstrengend. Es war unvergleichlich. Und es hat definitiv etwas in mir verändert: Neben der Leidenschaft für die etwas eigene Art zu Reisen, wurde auch die Leidenschaft zum Schreiben und Fotografieren geboren.
Warum ich schreibe – und warum ich teste
Seit 2017 schreibe ich mitlerweile für be-outdoor.de. Ich teste Ausrüstung nicht im Studio, sondern im realen Leben:
Kocher, die bei Sturm beweisen müssen, was sie können. Schlafsäcke, die in kalten Nächten zeigen, ob sie halten, was die Hersteller versprechen. Kleidung, die nicht nur „Outdoor“ schreien darf, sondern auch funktionieren muss, wenn der Regen waagrecht kommt. Meine Berichte entstehen nicht, weil ich schreiben muss, sondern weil ich teilen möchte. Ich möchte, dass Leserinnen und Leser nicht nur verstehen, was funktioniert, sondern warum. Und warum es manchmal der unscheinbare, leichte Kocher oder die gut sitzende Jacke ist, die den entscheidenden Unterschied macht.
Familie auf Achse – wir vier und die große Welt
Heute sind wir eine richtige Outdoor-Familie. Mit zwei kleinen Kindern unterwegs zu sein, bedeutet vielleicht mehr Gepäck, aber auch mehr Abenteuer, mehr Perspektiven, mehr Lachen.
Wir reisen bunt:
Im Auto quer durch Europa, auf dem Motorradgespann entlang den schönsten Panoramastraßen, mit der Vespa durch Wind und Wetter, mit den Fahrrädern bis an die Adria, zu Fuß über Almen und Pfade und manchmal einfach nur in ein Familienhotel mit Pool und Rutschen, wenn uns danach ist.




Für uns ist Outdoor kein Lifestyle, sondern ein Teil unseres Alltags. Und vielleicht ist genau das der Grund, warum sich viele in meinen Berichten wiederfinden: weil es nicht um Perfektion geht, sondern um Erleben.
Die nächsten Kapitel – ArcticVespa und weiter

Die Liste der kommenden Abenteuer ist lang – und jedes davon fühlt sich ein bisschen irre, aber auch genau richtig an:
- ArcticVespa2025 – ja, wirklich: mit der Vespa im Winter ans Nordkap.
- Mai 2026 – mit dem Ford Fiesta durch den Balkan bis Griechenland.
- September – eine Motorrad-Familientour über die Deutsche Alpenstraße.
- Und dazwischen unzählige Tage, die sich spontan zu kleinen Expeditionen entwickeln.
Es geht uns nicht darum, immer weiter, höher, schneller zu kommen. Es geht um das Gefühl unterwegs zu sein. Um Geschichten und Erinnerungen, die man später lachend erzählt. Um Momente, die bleiben!
Was mich antreibt
Vielleicht ist es das Staunen. Dieses innere Leuchten, das sich meldet, wenn ich in Bewegung bin, die Straße sich öffnet, wenn der Himmel weit wird, wenn man morgens die Zeltplane oder die Autotüre öffnet und der Tag neu beginnt. Vielleicht ist es das Wissen, dass Abenteuer nicht in der Ferne beginnen, sondern in uns selbst. Und vielleicht ist es einfach meine Art, die Welt zu verstehen:
durch Bewegung, durch Begegnungen, durch das Fotografieren und Schreiben.
Ich bin Stefan Poerschke alias FiestaSteve – und so lange mein Kompass nach draußen zeigt, werde ich unterwegs sein. Für be-outdoor.de, Für meine Familie, Für mich.




ArcticVespa2025 – ja, wirklich: mit der Vespa im Winter ans Nordkap – hey Steve – ROCK das Nordkap – im Sommer kann da jeder hinfahren, aber was Du machst – der HAMMER
Bin sowas auf die Tour gespannt – keep on rolling