AktuellesBerchtesgadener LandNewsReise- und AusflugszieleRezept-Tipps unserer Redaktion

Berchtesgadener Stuck – Zum Schulstart geht´s los

Ursprünglich - Traditionell - Berchtesgaden

Berchtesgadener Stuck ist etwas ganz Besonderes. Genauso besonders ist, dass es ihn nur in der Vorweihnachtszeit gibt. Strenggenommen sogar nur von Allerheiligen bis zum Nikolaustag. Das war einmal so:

Berchtesgadener Stuck (c)Petra Sobinger

Und was bitte ist Stuck?

Auf den ersten Blick ist Stuck eigentlich nur eine Aneinanderreihung von kleinen Weizenmischbrötchen mit einem nicht unerheblichen Anteil an Roggenmehl. Das Besondere bei den süßen Brötchen sind die Korinthen, die dafür sorgen, dass das Gebäck eine süße und fast schon saftige Note hat. Dazu kommt eine feine Würze mit Hilfe diverser weihnachtlicher Gewürze, wie zum Beispiel Nelken und Zimt, häufig auch Koriander und Muskat. Als Schüttflüssigkeit wird in der Regel anstelle von Wasser Milch genommen. Das saftig-fluffige Brotgebäck, hat eine weiche Kruste mit einem ganz besonderen Geschmack. Gegessen wird es traditionell nur mit Butter bestrichen. Jeder Bäcker hat übrigens sein eigenes Rezept. Bei denen Einen ist der Stuck dunkler, bei den anderen heller. Und auch die Menge an Rosinen variiert von Bäcker zu Bäcker. Gemeinsam haben alle Rezepte den einzigartigen Geschmack, der schon ein wenig an Weihnachten erinnert.

Über den Ursprung des Berchtesgadener Stuck

Der Berchtesgadener Stuck hat – laut Überlieferung – seinen Ursprung als eine Art milde Gabe, die an Bedürftige verteilt wurde. Arme Leute, häufig „ältere Menschen“, bettelten oft um Stuck. Um den Geschmack im Vergleich mit normalem Brot abzurunden und ein wenig zu verändern, wurde der Teig um Rosinen und Gewürze ergänzt. Traditionell erhalten auch heute noch  viele Kinder von ihren Paten an Allerheiligen Geld, um sich Stuck zu kaufen.

Nachgefragt bei der Bäckerei Neumeier

„Das traditionelle Stuck-Gebäck wird nur von Berchtesgadener Bäckern hergestellt und das Rezept unter strengster Geheimhaltung von Generation zu Generation weitergegeben“, so Gaby und Martina aus der Bäckerei Neumeier. Und ergänzen: „Mittlerweile gibt es Stuck immer ab dem 1. Schultag in Berchtesgaden. Die Leute warten regelrecht darauf, dass es ihn endlich wieder gibt. Die Nachfrage ist so groß, dass wir ihn dann kistenweise vorrätig haben“.

Stuck-Rezept

Rezeptvariationen gibt es jede Menge und jeder Bäcker hat sein eigenes ganz geheimes Stuck-Rezept. Auch in privaten Haushalten wird natürlich das familieneigene Rezept von Generation zu Generation weitergegeben und jedes Jahr gebacken. Die Berchtesgadener Land Tourismus hat ein Rezept der Bäckerei Zechmeister auf ihrer Seite veröffentlicht.

Schlagwörter
Mehr zeigen

Petra Sobinger

petra.sobinger@be-outdoor.de

Verwandte Artikel

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Close