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Canyoning mit dem R-E-T-Berchtesgaden

Ab durch die Wiestalklamm

Vorsicht Suchtgefahr!

Ein warmer Sommertag war es, völlig harmlos fing er an – dann kam er, der unerwartete Anruf von Alex (Horstmann, Inhaber des RET Berchtesgaden). Zwei freie Plätze in der heutigen Canyoning-Gruppe würden nur auf Nachwuchsredakteur Tim und mich warten, um endlich mal bei einer dieser Touren dabei zu sein und meine Geschichte schreiben zu können.

Sprünge zwischen 3 und 14 Metern (für diejenigen die wollen), das erfrischend kühle Nass der Wiestalklamm und jede Menge Spaß. Wir hatten ihn – den Spaß und das kalte Wasser, das millionenmal kälter schien, als das bei meiner morgigen Dusche. Aber was Frau nicht umbringt – härtet ja bekanntermaßen ab…

Um pünktliches Erscheinen wird gebeten!

Anspruchslos ist er nicht – unser Alex, und das ist auch gut so! Denn – Disziplin ist bei dieser Art von Freizeitspaß (fast) alles. Und zwar sowohl vom Team des RET Berchtesgaden selber, als auch von den Teilnehmern. Wer zu spät kommt, den bestraft normalerweise das Leben, beim RET gibt es dafür einen ordentlichen Anranzer vom Chef persönlich. Aber keine Sorge – hinter seiner auf den ersten Blick leicht grantelnden Art steckt ein wahnsinnig sympathischer Kerl, der einen mit seinem Humor auch durch die herausforderndsten Stellen jeder Canyoning Schlucht lotst.

Und mal ganz ehrlich, im Berufsalltag müssen wir auch pünktlich sein und ganz davon ab, steckt hinter dem RET Tagewerk neben allem Fun ein akribisch geplanter Tagesablauf. Die einzelnen Gruppen sind zeitlich aufeinander abgestimmt und dann ist da schließlich auch noch der Sicherheitstrupp… Denn – es sind nicht nur die einzelnen Gruppen zeitlich genau aufeinander abgestimmt, es steht auch stets ein Sicherheitstrupp auf Abruf. Was das bedeutet?

Sollte sich mal eine Gruppe all zu lange im Canyon aufhalten, und sei es nur, weil einer der Teilnehmer zu arg trödelt, dann gibt es ein intern vorgeschriebenes Zeitfenster, in dem sich sofort eine Gruppe in der Zentrale melden muss, wenn sie die Klamm durchquert hat. Gibt es keinen Anruf, macht sich sofort ein Trupp Guides auf den Weg und durchkämmt den Canyon von Ende der Tour aus, falls doch mal ein unvorhergesehener Zwischenfall eingetreten sein sollte. Perfekt meine Lieben! Ich kenne da leider auch andere Adventurer-Anbieter, die sind in ihrer Professionalität meilenweit von Euch entfernt!

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Gruppenbild Canyoning
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Gruppenbild Canyoning
Gruppenbild Canyoning
Gruppenbild Canyoning
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    Sicherheit und Hygiene werden großgeschrieben

    desinfektion
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    Schwimmen canyoning
    Schwimmen canyoning

    Wer sich schon mal in das kühle Rafting oder Canyoning-Nass gestürzt hat der weiß, ohne Neopren geht garnichts! Die Anbieter solcher Touren haben in der Regel die Bereitstellung der Neoprenanzüge im Preis einkalkuliert und wenn man Glück hat, werden diese auch regelmäßig desinfiziert. Wir haben bei RET mal unbemerkt Mäuschen gespielt (lieber Alex verzeih…) und überlegen seitdem welchen Bewertungspunkt der Superlative wir hier einführen können.

    Denn: Egal wie viele Touren am Tag gefahren werden und wie viele Leute einen Neoprenanzug brauchen, jedes Kleidungsstück – vom Anzug bis zur Socke – werden nach der jeweiligen Tour sofort desinfiziert und zum Trocknen aufgehängt. Alle Teilnehmer bekommen somit stets frisch desinfizierte und saubere Anzüge. Respekt! Aber das ist nicht alles, neben der Hygiene ist auch die Sicherheit oberstes Chefgebot.

    Je nach Wasserstand wählt der Chef persönlich die jeweiligen Wasserwege aus, die er und sein Team für die Touren nehmen. Außerdem werden diese regelmäßig daraufhin kontrolliert, ob sich zum Beispiel eventuell die Wassertiefe durch etwaige Geröllrutsche verringert hat, was im Falle eines Falles ziemlich schmerzhaft wäre. Dann wird erstmal aufgeräumt, und der Canyon so lange nicht mit Gruppen begangen, bis alles wieder weggeschafft ist, was nicht hinein gehört!

    Und dann natürlich noch das absolute Must-Have an Disziplin innerhalb der Gruppe. Der Guide ist der Chef und unüberlegtes Rumhampeln wird direkt mit einem ersten noch relativ freundlichen Anpfiff diszipliniert, der auch den vorlautesten Kids sofort und unmißverständlich klarmacht, dass die Schlucht kein Spielplatz ist. Schnell ist auch dem Unüberlegtesten klar, welche Verantwortung die Guides während der Tour haben.

    Ab in die Schlucht!

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    Steinmandl
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      Zum Canyoning geht es am heutigen Tag zunächst mit dem RET Bus ins benachbarte Österreich, in die Wiestalklamm im Salzburger Land. Nach einer knappen halben Stunde erreichen wir das Wiestal. Die Klamm ist circa eineinhalb Kilometer lang und weist teilweise geradezu senkrechte und extrem tiefe Felseinschnitte auf. Der Start ist bei der Staumauer des von 1909−1913 errichteten Wiestalkraftwerkes. Im Flussbett selber befinden sich viele völlig abgerundete Felsformationen, die auf die lang dauernde Einwirkung durch das fließende Wasser hinweisen. Am Parkplatz noch kurz die Helme aufziehen und in die Gurte schlüpfen, ein letzter Check vom Guide, ob die Gurte richtig fest sind und dann geht es hinunter in die Klamm.

      Gute zwei Stunden präsentiert uns Alex die Sportart Wandern von einer ganz anderen Seite. Nach den ersten Probe- und „in-das-kalte-Wasser-Eingewöhnungssprüngen“, verläuft unser Weg auf und ab über Felsen und Felsvorsprünge, die fast alle mit einem Sprung in das kalte Wasser enden. Immer einer nach dem anderen erkraxelt sich den Weg nach oben und darf erst dann springen, wenn der Eintauchplatz  sicher wieder geräumt ist. Je nach Körperhaltung beim Springen, gibt es von Alex vor dem nächsten Sprung geduldig den Hinweis, doch bitte beim nächsten Mal auf ein wenig mehr Köperspannung zu achten, um beim Springen auch wirklich grade einzutauchen.

      Und darum sollte man den Anzug bis nach oben schließen…

      Oh Alex, Deine Geduld möchte ich haben. Humorvoll kommentiert er völlig mißlungene Sprünge oder walrossartige Schnauferltöne wie bei unserer Chefredakteurin, die trotz der täglichen kalten Dusche am Morgen, zumindest gedanklich bei den ersten Sprüngen, in das je nach Jahreszeit zwischen 8 und 13 Grad kalte Wasser, mit dem Herztod zu kämpfen hatte. Selber schuld, wer den Anzug nicht bis oben schließt! Schliesslich hat Alex bei der Einweisung gesagt, „wenn die Guides ihre Jacke bis oben zumachen, ist es zu empfehlen, auch die eigene Jacke komplett zu schließen“, natürlich mit seinem typisch bayrischen Grinsen.

      Zwei Stunden lang präsentiert uns Alex Abenteuer, Natur pur und Nervenkitzel der etwas anderen Art auf dem Spielplatz Natur. Übrigens – wer beim Anblick der bis zu 14 Meter hohen Felsvorsprünge doch ein wenig Muffensausen bekommt. Springen muss keiner, es gibt stets auch Möglichkeiten den Sprung zu umlaufen. Selbst dann erwarten einen in der Wiestalklamm noch immer jede Menge Wasserrutschen, Schwimmgumpen und Felsen.

      Wer springen möchte, darf an unterschiedlichen Stellen zwischen drei und acht Meter tiefen Sprüngen wählen, von wem der 14 Meter hohe Sprung gemacht werden darf, das entscheidet der Guide. Dazu braucht es bei den anderen Sprüngen viel Körperspannung und die ist selten vorhanden. Zumindest bei Anfängern, die „mal eben im Urlaub“ zum Canyoning gehen.

      Nach gut zwei Stunden erreichen wir das Ende der Klamm und es geht über einen steilen Trampelpfad wieder hoch zur Strasse. Oben angelangt heißt es dann im Gänsemarsch an der Landstraße entlang zurück zum Auto. Während sich der Trupp schon mal langsam in Bewegung setzt, gibt Alex kurz an die Zentrale durch, dass alle wieder heile aus dem Canyon zurück sind und sich kein Hilfstrupp auf den Weg machen muss, weil die vorher abgesprochene Zeit überschritten wurde. Wenn doch bloss alle Anbieter so professionell arbeiten würden! Nach knapp zwanzig Minuten erreichen wir wieder den Parkplatz auf dem unser RET-Bus auf uns wartet. Dort heißt es Mädchen links, Jungs rechts und aus den nassen Klamotten raus und in die trockenen Wechselklamotten rein. Und dann – voller Adrenalin und guter Laune – ab nach Berchtesgaden ins RET-Center!

      Wichtige Infos

      Rückweg
      Rückweg

      Keine Frage, wer Interesse an einer Canyoningtour hat, der darf nicht über einen Mangel an Spaß am Adrenalin und Nervenkitzel leiden. Dazu braucht man eine unabdingbare körperliche Fitness, ein Must-Have an Mut, gute Schwimmkenntnisse. Außerdem sind knöchelhohe feste Schuhe ein Muss (Vorsicht, danach sind sie patschnass!) und ein wenig Mut. Das Mindestalter für Kinder liegt bei zehn Jahren. Wichtig, die Plätze bei dem RET Berchtesgaden sind heiß begehrt, da es eine Obergrenze an Teilnehmerzahlen gibt.

      Im Gegensatz zu anderen Anbietern, bei denen die Teilnehmerzahlen bis ultimo erweitert werden – nein… Alex hat eine Obergrenze und die wird eingehalten, schon aus Sicherheitsgründen. Und das ist auch gut so. Schließlich geht es hier nicht um eine Massenveranstaltung sondern um ein wahres Naturerlebnis! Und noch etwas, was uns als echten Outdoorlern mehr als nur gut gefällt, die Touren finden bei jedem Wetter statt. Ob Sonne oder Regen – die RET-Crew hält mit viel Humor stets dagegen und sorgt definitiv für unvergeßliche Erlebnisse. Und zum Abschluss – auch das darf nicht fehlen, gibt´s im RET-Center auch noch einen gemütlichen Umtrunk! Manchmal werden es auch mehrere…

      Unser Fazit

      Nicht umsonst haben wir den RET Berchtesgaden als neuen Partner in unser Netzwerk mit aufgenommen. Die professionelle Durchführung und Betreuung sowie die extrem hohen Sicherheits- und Hygienestandards machen neben der sympathisch urig-bayerisch-Art von Steffi und Alex Horstmann sowie ihrem Team den Adventure-Tag zu einem echten Erlebnis!

      Tourinfos

       

      Text: Petra Sobinger
      Bildmaterial: Petra Sobinger / RET Berchtesgaden

       

       

      R-E-T Berchtesgaden Alexander Horstmann

      Bergwerkstraße 46
      D- 83471 Berchtesgaden
      www.raft-mit.de
      Tel: +49 (0) 8652 975 710
      Mobil:+491741906449

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