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So geht es mit der Kiesgrube weiter – Ein Leserbrief

Die Bevölkerung meldet sich zu Wort

Unsere Artikelserie über die Kiesgrubenaffäre aus dem vergangenen Jahr hat im Berchtesgadener Land große Wellen geschlagen und die Gemüter unserer Leser erhitzt. Nicht nur unter den Verantwortlichen beginnen immer mehr Beteiligte zu reden, mittlerweile haben uns auch die ersten Leserbriefe zu diesem Thema erreicht. Diese wollen wir Euch natürlich nicht vorenthalten:

Umweltskandal im Berchtesgadener Land? (c)privat
Umweltskandal im Berchtesgadener Land? (c)privat

Kiesgrubenaffäre im Berchtesgadener Land – Ein Leserbrief

Setzt man sich mit diesem Thema intensiv auseinander und sortiert die öffentlich erreichbaren Informationen, werden es anstatt weniger Fragen eher deren mehr.

So schön es ist, dass Matthias M. sich jetzt endlich in einem Gespräch zu den Vorwürfen einer möglichen Umweltverschmutzung durch seine Einbringungen in die Kiesgrube von Stefan H. äußert, so sehr ist an seiner Sicht der Vorgänge doch einiges merkwürdig bzw. widersprüchlich. Vielleicht kann er ja das aufklären:

Die Behauptung Matthias M‘s, dass die unzulässige Verfüllung über viele Jahre erfolgte, ist nach meinen Informationen so wohl nicht richtig. Denn:

  1. Der Kiesgrubenbesitzer sagt, dass aus Aufzeichnungen und Photos des Wasserwirtschaftsamts die rechtswidrige Verfüllung in nur einem knappen halben Jahr, von Herbst 1994 bis Frühjahr 1995, erfolgt sei.
  2. In dem Grundstücksbereich, den die Fa. P. zeitgleich mit M. ausbeutete, hätten die „bösen“ Unbekannten vor und nach der Verfüllung im M.-Bereich keinerlei(!) Materialien abgelagert – als hätten sie die Abgrenzungen genau gekannt . Das ist doch komisch??
  3. Mit Einstellungsbescheid des Landratamtes von 1995 an Matthias M,, hätten die „bösen“ Unbekannten – laut dem Kiesgrubenbesitzer – mit ihrer rechtswidrigen Verfüllung sofort aufgehört. Als wenn sie von dem Einstellungsbescheid gewußt hätten. Matthias M. soll übrigens dem Einstellungsbescheid auch nicht widersprochen haben, obwohl er doch gar nicht der rechtswidrige Verfüller war, sondern der „böse“ Unbekannte.

Vielleicht erklärt sich Matthias M. zu diesen Merkwürdigkeiten nochmals öffentlich? Oder vielleicht nimmt auch der Landrat endlich mal Stellung? Dessen Schweigen in dieser „Affäre“ wird immer merkwürdiger. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt!

Wolfgang Wagner

Kiesgrubenaffäre im BGL (c)privat
Kiesgrubenaffäre im BGL (c)privat

Umweltskandal, Kiesgrubenaffäre und jede Menge Müll?

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Eines ist sicher – mit unserer Kiesgrubenaffäre geht es auf jeden Fall auch im neuen Jahr weiter…

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Petra Sobinger

petra.sobinger@be-outdoor.de

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