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Via Claudia Augusta – Tag 1

Von Donauwörth bis Augsburg

Der offizielle Startschuß für die Via Claudia Augusta befindet sich in Donauwörth. Es sei denn, man möchte in Italien starten. Für uns heißt es somit, die ersten vier Stunden erstmal Bahnfahren. Erfreulicherweise gibt es täglich von Berchtesgaden nach Hamburg eine Zugverbindung, die auch über Donauwörth führt.

Via Claudia Augusta Tag 1 (c)be-outdoor.de
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Übrigens nicht nur über Donauwörth sondern auch über Augsburg. Das heißt wir fahren in Augsburg vorbei, bis nach Donauwörth um dann wieder nach Augsburg zurückzuradeln. Selbiges löst bei den Kids erstmal Erstaunen aus, aber… wir wollen ja bei dem offiziellen Startschuss unsere Tour beginnen.

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Startpunkt Donauwörth

Der Bahnhof in Donauwörth empfängt uns ein wenig trist. Liegt es am Wetter oder am Bahnhof? Richtig einladend schaut er nicht wirklich aus. Und barrierefrei ist er auch nicht. Für uns bedeutet das, unsere Räder durch die angedeutete Rinne vom Bahnsteig hinunter und zur Strasse wieder hinaufzuschieben.

Via Claudia Augusta Tag 1 (c)be-outdoor.de
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Aber was machen Rollstuhlfahrer oder Gehbinderte? Hier ist Verbesserungsbedarf! Aber auch ein wenig Farbe könnte er vertragen, würde ein Strohballen an uns vorbeifliegen oder ein Mann mit Colt auftauchen – es würde uns nicht verwunden, viel mehr los wie in einer leeren Straße in einem Westernfilm ist hier nicht…

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Zwischen Rathaus und Tourismusbüro

Hier ist er, der offizielle Startschuss! Wir haben erstmal eine Ehrenrunde vom Bahnhof aus gedreht, denn unser Navi hat uns leider zunächst komplett in die Irre geführt. Ein Hinweis am Bahnhof Donauwörth, wo es gen Via Claudia Augusta geht, wäre hilfreich.

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Vom Rathaus aus geht es zunächst ein kleines Stück durch die Altstadt, bis man dann recht schnell auf den Radweg gelangt, der sich bis kurz vor Augsburg nicht wirklich abwechslungsreich zeigt. Viele Kilometer geht es durch kleine Orte, über lange Landstraßen und landschaftlich eigentlich recht schöne Wälder.

Aber auf Dauer, insbesondere für Kids, ein wenig eintönig. Noch dazu, wenn man wie wir mit enormen Gegenwind zu kämpfen hat. Gottseidank erweist sich der angekündigte Dauerregen nur als der ein oder andere kurzfristige leichte Schauer, da lohnt es kaum die Regensachen anzuziehen.

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Wegstrecke

Am Tourismusbüro findet sich eine große Tafel mit vielen Hinweisschildern zu unzähligen Touren, die durch Donauwörth verlaufen. Hier folgen wir dem Wegweiser Donauwörth. Bis zum Radweg macht es Sinn, immer mal wieder auf das Navi oder die Strassenkarte zu schauen (sofern sie detailliert genug ist), denn weitere Hinweisschilder sind so gut wie Mangelware.

Generell wendet man sich zunächst grobe Richtung Mertingen, Druisheim und Nordendorf. Bei Westendorf heißt es dann den Lech und den Lechkanal überqueren. Weiter geht es dann Richtung Meitingen, in etwas Entfernung an Langweid und Stettenhofen vorbei Richtung Gersthofen.

Von hier sind es nur noch gut fünf Kilometer bis zu unserem ersten Ziel: Augsburg. Das letzte Stück bis nach Augsburg führt uns malerisch idyllisch am Lech entlang. Auch wenn wir schon genug Natur an diesem Tag genießen durften, hier ist es wirklich schön!

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Privat Hotel Riegele Augsburg

Unser Hotel liegt direkt am Bahnhof. Das Privat Hotel Riegele verfügt über eine abschließbare Garage, in der man die Räder sicher unterbringen kann. Die Zimmer sind geräumig und einladend ausgestattet. Direkt nebenan liegt ein Restaurant, dass leider nicht geöffnet hatte. Aber, wir waren eh auf der Suche nach einer Pizzeria, denn unser Sinn und Gusto stand nach: Spaghetti Bolognese, Carbonara und Arrabiata. Aber zunächst stand noch eine Stadtführung durch Augsburg auf dem Plan.

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Das Römerviertel in Ausgburg

Was sollte eine kindergerechte Stadtführung beinhalten, wenn man über die Via Claudia Augusta radelt? Richtig – etwas über die Römer! Also zogen wir mit Jutta Grewenig, unserer Stadtführerin, vom Hotel aus los und besichtigten einen alten römischen Friedhof, den Dom mit den gegenüberliegend ausgestellten Kopien unterschiedlichster römischer Funde, eine alte Ausgrabungsstätte und den alten Bischofssitz. Außerdem das Rathaus und den Brunnen mit der Augustusstatue. Danke liebe Jutta, die Kids haben noch den ganzen Abend über diese Führung gesprochen!

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Essenstipp: Pizzeria Dragone

Unsere Stadtführung hätte unserer Meinung nach noch stundenlang weitergehen können, wäre da nicht der nagende Hunger gewesen und auch ein wenig Müdigkeit in den Knochen. Gottseidank wusste auch hier Jutta Rat und empfahl uns die Pizzeria Dragone, keine Viertelstunde von unserem Hotel entfernt und direkt auf dem Weg während unserer Stadtführung.

In der Tat, nicht nur dass die Preise mehr als nur human waren: Die Portionen waren riesig, die Küche extrem schnell und der Patrone und seine Mitarbeiter sowas von sympathisch, dass wir direkt beschlossen auf unserer Tour nicht nur die Via Claudia Augusta zu testen, sondern auch – sofern möglich – diese unsere drei Lieblingsgerichte auf dem kommenden Weg ab sofort jeden Abend zu essen. Erstens geben Nudeln Kraft und zweitens sind wir auf dem Weg nach Italien.

Babybell-Tour

Frühstück im Hotel Riegele bedeutet: Frisches Rührei, leckeres Müsli, jede Menge Wurst und Käse, aber das Wichtigste: Unmengen von kleinen Babybell, die fast alle zur Freude meiner Mitfahrer in unseren Satteltaschen gelandet sind. Und das unter den wohlwollenden Blicken des Personals. Danke nochmal dafür! Und noch ein Dank gilt Euch, das Klebeband, um eine der Satteltaschen zu fixieren, die uns am ersten Tage ein wenig die Laune verdorben hat, da wir uns schon neue Taschen kaufen sahen, hat funktioniert und uns die Tour gerettet. Danke nochmal dafür!

Fazit Tag 1:

Die Hauptakteure auf dieser Tour sind natürlich die Kids, denn so sportlich sie auch sind, für die Beiden ist mit knapp 12 Jahren solch eine Tour eine echte Herausforderung, die sie aber bisher super gemeistert haben.

  • Tim: „Jetzt müssen wir noch ganz schön lange Zug fahren, das finde ich nicht so gut, aber ich freue mich drauf, so lange Radfahren zu gehen.“
  • Tim: „Gut, dass wir jetzt endlich da sind. Das war schon ganz schön lange heute und ziemlich langweilig, weil es immer nur gerade ausging. Und außerdem habe ich jetzt Hunger.“
  • Blia: „Ich bin aufgewacht und habe gedacht, das wird ein richtig schönes Abenteuer werden. Und dass wir zwar eine große Strecke vor uns haben, aber dass es mit dem Timmy und der Petra bestimmt ganz lustig wird.“
  • Blia: “ Es war eigentlich ganz lustig. Wir haben zwischendurch immer wieder Leute getroffen die uns den Weg gezeigt haben. Es war ein bißchen langweilig, weil es immer nur geradeaus ging, aber dann ging es zwischendurch auch immer wieder am Lech entlang und das war eigentlich ganz schön.“

Tourendetails

  • Tagesentfernung: 49,6 m
  • Höhenmeter: 139 m

Unterkunftsempfehlung

Privat Hotel Riegele
Viktoriastr. 4
86150 Augusburg
www.hotel-riegele.de

Essenstipp

Pizzeria Dragone
Wintergasse 3
86150 Augsburg
www.pizzeria-dragone.de
Tel: 0821- 510924

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Petra Sobinger

petra.sobinger@be-outdoor.de

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