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Kennt Ihr das Baumwollbrot vom Josefstag?

Brauchtum aus dem Berchtesgadener Land

Am 19. März ist der „Lass-uns-Lachen-Tag„. Und am 19. März ist der „Josefstag“.

Der Namenstag des heiligen Josefs ist vor allem bei Arbeitern und Handwerkern, insbesondere den Zimmerleuten und Schreinern, ein wichtiger Feiertag. Und natürlich bei allen, die Josef oder Josefine heißen. Bis zum Jahr 1968 war er übrigens ein richtiger gesetzlicher Feiertag.

Brauchtümer aus dem Berchtesgadener Land

Für BGLand24.de und für unsere Berchtesgadener Heimatrubrik sind wir regelmäßig auf der Suche nach Brauchtümern. Brauchtümern die jedem bekannt sind, aber auch Brauchtümern, die eher unbekannter Natur sind. Wie zum Beispiel das Baumwollbrot. Dieses wurde nämlich früher zum Josefstag gebacken und viele Zimmerleute ließen das Brot vor dem Verzehr bei einer Messe in der Berchtesgadener Franziskanerkirche segnen.

Das Baumwollbrot besteht aus vier aneinandergelegten Hefeteigbroten mit Rosinen. Nach dem Backen wurde es mit Puderzucker und Zitronensaft bestrichen und fertig war das Baumwollbrot. Seinen Namen hat es von der Form, die beim Aufgehen im Backofen an die aufgehenden Baumwollknospen erinnern soll und von der weißen Farbe aufgrund des Zuckergusses.

So backt Ihr ein Baumwollbrot

Beim Sankt Michaelsbund haben wir ein Rezept für Baumwollbrot gefunden:

Zutaten für Euer Baumwollbrot

  • 500 Gramm Weizenmehl Type 550
  • 200 Milliliter Vollmilch
  • 30 Gramm Hefe
  • 60 Gramm Zucker
  • 75 Gramm weiche Butter
  • 1 Ei
  • 5 Gramm Salz
  • 100 Gramm Sultaninen in Rum oder Wasser eingelegt
  • Zitrone
  • Vanille
  • etwas Zimt
  • 1 Pr. Salz

Ei-Streiche

  • 1 Ei
  • 1 Pr. Salz
  • 1 EL Sahne
  • Beliebig: Puderzuckerglasur

So wird das Baumwollbrot gebacken

  • Das Mehl sieben, die Hefe in der zimmerwarmen Milch auflösen. Mit Zucker, Butter, Ei, Salz und Aromen zügig einen Teig herstellen
  • In der Küchenmaschine zwei Minuten mischen (langsam kneten), sieben Minuten kneten (schneller), aus der Maschine nehmen
  • Die eingelegten Sultaninen dazugeben, mit den Händen nur noch so lange kneten, bis alle gleichmäßig im Teig verteilt sind
  • Den Teig zu Ballen kneten und unter einem Küchentuch 15 Minuten ruhen lassen
  • Den Teig in gleichgroße Stücke zu etwa 50 Gramm teilen (sieben mal vier Gruppen)
  • Die Teiglinge in Vierergruppen (2 mal 2) auf das Backblech setzen, unter einem Tuch weitere zehn Minuten gehen lassen
  • Mit Ei-Streiche einpinseln
  • Bei 190 Grad Ober-/Unterhitze 20 Minuten backen
  • Nach dem Auskühlen mit Puderzuckerglasur bestreichen und trocknen lassen

Schmeckt übrigens auch an jedem anderen Tag im Jahr ;-)…
Weitere tolle Rezepte und Ideen findet Ihr unter www.diehauswirtschafterei.de

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Petra Sobinger

petra.sobinger@be-outdoor.de

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