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Scharf & gesund – Merrettich ist Heilpflanze des Jahres 2021

Heilpflanze, Gemüse & Gemüse – Das Penicillin des Gartens

Der Kren (Armoracia rusticana) ist schon lange offiziell als Heilpflanze anerkannt. In Ägypten wurde er bereits 1.500 vor Christus kultiviert und medizinisch verwendet. Im Mittelalter wurde die Wurzel bei Vergiftungen, Ohrenschmerzen oder Dreitagefieber verwendet. Kren wirkt als natürliches Antibiotikum, enthält hochwertige Antioxidantien und wird aufgrund seines doppelt so hohen Vitamin C Anteils im Vergleich zu Zitronen auch „Penicillin des Gartens“ genannt. Nun wurde er zur Heilpflanze des Jahres gewählt.

In Zusammenarbeit mit Hansmann PR haben wir ein paar interessante Daten und Fakten rund um die Heilpflanze zusammengestellt.

(c)Joachim Otter Steiermark
(c)Joachim Otter Steiermark

Heilpflanze mit Potential – Das kann der Kren

Traditionell wird Kren vor allem bei entzündlichen Erkrankungen der Luftwege wie Bronchitis, Husten sowie bei Nebenhöhlen- und Mandelentzündung und zur Vorbeugung von Erkältungen eingesetzt.

Die Senföle, Vitamine und Mineralstoffe im Kren wirken desinfizierend, reinigend, durchblutungsfördernd und antibakteriell. Die Vitamine des Krens und seine ätherischen Öle mit dem Wirkstoff Sinigrin haben antibiotische Wirkung.

(c)Mag. E. Frühmann Steiermark Kren mit Blüte
(c)Mag. E. Frühmann Steiermark Kren mit Blüte

Die scharfe Wurzel stärkt die Abwehrkräfte, fördert die Nierentätigkeit, hilft bei Blasenleiden, Nierenbeckenleiden, ableitenden Harnwegsentzündungen und regt die Verdauung an.

In Österreich wird Kren übrigens auch das „Steirische Viagra“ genannt. Ob er wirklich zum Potenzmittel taugt ist wissenschaftlich nicht wirklich bewiesen, aber durchblutungsfördernd ist er auf jeden Fall…

(c)Franz Tappauf, Steirischer Kren; Erbersdorf, Steiermark
(c)Franz Tappauf, Steirischer Kren; Erbersdorf, Steiermark

Steiermark – Das größte Kren-Anbaugebiet Österreichs

Das größte Kren-Anbaugebiet Österreichs: Günstige klimatische und geologische Bedingungen machen die Steiermark zur idealen Anbaustätte für den in Deutschland unter dem Namen Meerrettich bekannten Kren (Armoracia rusticana). In der Steiermark wird der Kren seit 1960 erwerbsmäßig angebaut. Insgesamt 64 steirische Betriebe erwirtschaften dort heute auf 307 Hektar rund 3.500 Tonnen im Jahr. Das entspricht in etwa 99 Prozent der österreichischen Kren-Produktion.  

Scharfe Diva: „Der Kren will jeden Tag seinen Herrn sehen“, heißt es im steirischen Volksmund. Nicht zu Unrecht, denn die scharfe, zur Familie der Kreuzblütengewächse gehörende Wurzel ist eine der arbeitsintensivsten Agrarkulturen überhaupt. Um hochwertige, gerade Krenstangen zu ernten, sind rund 1.000 Arbeitsstunden pro Hektar nötig.

Über das „Krenheben“: Einer der arbeitsintensivsten Produktionsschritte ist das sogenannte „Krenheben“ von Ende Mai bis Mitte Juni. Beim „Krenheben“ wird in anstrengender Bückarbeit jede der rund 33.000 Wurzeln pro Hektar händisch freigelegt, und alle Triebe bis auf den kräftigsten Trieb abgeschnitten und dieser wieder eingegraben. Damit erzeugt man die glatten, gleichmäßigen Krenstangen mit leicht gebogenem Kopf, die bezeichnend für den steirischen Kren g.g.A sind.

Die kräftigsten abgeschnittenen Seitenwurzeln (Fechser) werden Mitte März bis Mitte April wieder als Setzlinge angepflanzt.  

Reif für die Ernte: Steirischer Kren g.g.A wird zweimal im Jahr, Ende März und Anfang November geerntet. In der Steiermark spricht man dann von „Krenausbaun“. Geerntet wird mit einem Rodegerät, welches die Krenwurzeln aus der Erde hebt und auf die Ackeroberfläche legt. Über den Winter bleibt ein Teil der Ernte im Acker und wird erst im Frühjahr geerntet.  

Geadeltes Produkt: Steirischer Kren g.g.A steht in einer Reihe mit französischem Champagner, italienischem Prosciutto di San Diele, Steirischem Kernöl oder griechischem Feta Käse. Das g.g.A hinter dem Produktnamen steht für geschützte geografische Angabe, und adelt den Steirischen Kren g.g.A als europäisches Top-Produkt mit garantierter und kontrollierter Herkunft aus der Steiermark.

Kren-Workshop: Seit dem Mittelalter ist Kren ein wichtiges Heil- und Nahrungsmittel. Die Heilpflanze 2021 treibt nicht nur Tränen in die Augen, sie schmeckt auch gut und spornt dazu unser Immunsystem zu heilsamen Höchstleistungen an.

Kräuterpädagogin und Heilkräuter Coach ReginaMüllner bringt Teilnehmern in ihrem interaktiven Kren-Workshop im hochsteirischen Aflenz die Bedeutung des Krens näher und zeigt, wie man mit der scharfen Wurzel einfach und schnell verschiedene Produkte zur Unterstützung der eigenen Gesundheit herstellen kann. Ihre Kräuter-Wanderungen, Themen-Workshops und sogar die Ausbildung zum Heilkräuter Coach werden über den von ihr mitbegründeten Verein Heilkräuter Naturerlebnis Aflenz Kurort angeboten.

Kren-Wandern: Der sieben Kilometer lange Sarossa Kren Erlebnisweg ist ein leichter Rundwanderweg mit Start/Ziel in Mettersdorf am Saßbach, der Gemeinde mit der größten Kren-Anbaufläche in der Ost- und Südoststeiermark. Hier erwandern sich Gäste vorbei an Krenfeldern an sieben informativen Sagen-Stationen Interessantes rund um den Steirischen Kren g.g. A. Unterwegs verwöhnen Gasthöfe und Jausestationen mit Kren-Menüs.

(c)Betina Stix Steiermark
(c)Betina Stix Steiermark

Gesunder Scharfmacher – Vielfältige Rezepte

Der für seine Schärfe bekannte Kren lässt sich keineswegs nur frisch gerieben zur Jause genießen. Spitzenköche veredeln mit ihm auch Vor-, Hauptspeisen, Beilagen, Aufstriche, Salate oder Süßspeisen.

Ob Kren Panna Cotta mit Erdbeeren, Krenschaumsuppe, Kren Hummus oder Schweinemedaillons mit Kren-Kräuter-Kruste – der gesunde Scharfmacher harmoniert mit nahezu allen Gerichten und gehört daher auf den Tisch wie Salz und Pfeffer.

Geschält – Gerieben – Frisch serviert

Für die Zubereitung muss die Wurzel geschält, gerieben – und rasch serviert werden. So bleibt das volle Aroma mit seiner typischen Schärfe erhalten.

Aber Vorsicht: Kren sollte nicht gekocht werden, sonst verliert er seine wertvollen ätherischen Öle. Heiße Suppen oder Saucen sollten daher erst nach dem Abkühlen mit Kren verfeinert werden.

Weitere Infos findet Ihr unter steiermark.com

Quelle: HansmannPR

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Petra Sobinger

petra.sobinger@be-outdoor.de

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