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#DesertRallye2018 – Interview mit Stefan Poerschke

"Er ist wieder da"

Die #DesertRallye2018 ist beendet. Stefan Poerschke und sein kleiner roter Ford Fiesta haben sich fünf Tage früher als geplant dazu entschlossen, sich nach Hause zu begeben und die Tour frühzeitig zu beenden. 16 Tage sind es nun geworden, insgesamt 10.980 km und ganze 13 Länder. Von Freilassing aus bis in die West Sahara und wieder zurück!

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#DesertRallye2018 – Mit dem Ford Fiesta in die Sahara

Für BGLand24.de und be-outdoor.de haben wir Stefan direkt nach seiner Rückkehr getroffen und ihn gefragt, wie es ihm geht, was ihn zu der früheren Rückkehr bewogen hat und wie es nun weitergeht.

Interview mit Stefan Poerschke

Stefan, wieder daheim und im eigenen Bett ausgeschlafen – wie geht es Dir?

Mir geht es super! Bis auf eine etwas lästige Erkältung die sich über die komplette Tour gezogen hat und in den letzten Tagen immer schlimmer wurde. Aber zum Glück ist es keine tödliche Männergrippe, ich werde also überleben.

Das mit der Erkältung ist eigentlich echt lustig. Vergangenes Jahr, auf der #IceRalle2017 hatte ich trotz -30 Grad in Norwegen und meines Fußmarsches durch Sturm und Eis zum Nordkap noch nicht mal eine Rotznase und jetzt in der Sahara bekomme ich einen Schnupfen. Das ist schon eine verrückte Welt.

Ist das der Grund, dass Du früher heimgekommen bist? Oder lag es an den technischen Problemen unterwegs?

Ich hatte ab Marokko ja leider immer wieder Schwierigkeiten mit den Radlagern und auch mit der Antriebswelle von meinem roten Flitzer, die ich leider nicht so einfach provisorisch bis gar nicht lösen konnte. Die Teilebeschaffung stellte sich sowohl in Marokko als auch später in Frankreich eher schwierig dar und so konnte ich zwar meine Radlager tauschen aber meine Antriebswelle wurde mit jedem Kilometer schlechter und das Geräusch davon lauter. Und das bei immerhin über 4.000 Kilometern, die ich noch bis nach Hause zu bewältigen hatte.

Darum habe ich nun die Tour in den Norden nicht weiter ausgeweitet. Ich habe es immerhin bis nach Belgien, die Niederlande und Luxemburg geschafft. Ich hätte gerne die Tour noch bis an die Ostsee ausgeweitet. Von der Zeit her, wäre sich das auch locker ausgegangen, aber ich habe mich dann doch dazu entschlossen, meinen Fynn (so heißt mein kleiner Fiesta) lieber wieder heile nach Hause zu bringen. Und das habe ich dann ja auch geschafft. Die Erkältung war zugegebenermaßen auch noch eine kleine Entscheidungshilfe dabei.

Hast Du aufgegeben oder abgekürzt?

Definitiv abgekürzt! Und das ja nun auch wirklich absolut minimal. Wenn ich weiter gefahren wäre, dann hätte ich wie letztes Jahr die Strecke einfach verlängert, denn im eigentlichen Sinne war es noch nicht mal abgekürzt. Ich habe lediglich die größere Variante nicht gewählt, weil ich einfach das Gefühl hatte, dass mich mein Fiesta sonst vielleicht im Stich gelassen hätte.

Wie fühlst Du Dich jetzt und was denkst Du über Deine Tour?

Diese Reise war definitiv wieder ein absoluter Hammer! 13 Länder und unter anderem die Sierrra Nevada, das Pyrenäen Gebirgsmassiv, die Meerenge von Gibraltar zu überfahren und die unendliche Weite der Sahara mit den eigenen Füßen bzw. Reifen zu erkunden – einfach toll. Außerdem ist es natürlich klasse, so viele neue tolle Leute kennen zu lernen und über verschiedene Kulturen, Religionen einfach das Leben dort vor Ort am eigenen Leib zu erfahren – das sind Eindrücke, die man nicht wieder vergisst!

Natürlich muss man gestehen dass man in knapp drei Wochen immer nur einen Bruchteil davon sehen kann, was es eigentlich zu sehen gibt, aber jeder einzelne Tag hat immer wieder Überraschungen parat wenn man unterwegs ist! Außerdem muss ich auch sagen, ist das Reisen das beste Mittel gegen Vorurteile jeglicher Art und Weise. So bin ich doch sehr sehr positiv überrascht worden was mich in Marokko an Land und Leuten erwartet hat. Schlechte Menschen gibt es natürlich überall auf der ganzen Welt aber das Glück ist, dass die Guten überwiegen !!!

Also gab es keine Probleme unterwegs, so ganz alleine?

Nein – Ich habe mich auch dort sehr willkommen gefühlt! Natürlich habe ich auch ein paar negative bis schlechte Erfahrungen gemacht aber zum Glück haben sich diese in Grenzen gehalten! Ich komme definitiv wieder nach Marokko zurück! Vielleicht nicht wieder alleine in einem Auto aber wer weiß, vielleicht findet sich ja mal eine Gruppe von abenteuerlustigen Leuten, die mich dann begleiten.

Ansonsten bin ich einfach sehr glücklich erneut wieder so viele Kilometer mit meinem kleinen roten Flitzer zurückgelegt zu haben, der mich trotz seiner Wehwehchen nicht hat hängen lassen und brav und sicher wieder nach Hause gebracht hat. Das ist einfach absolut Klasse.

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DesertRallye2018 – Grüsse aus Marokko – An der Grenze zur West Sahara
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DesertRallye2018 – Rückkehr aufs Festland
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DesertRallye2018 – Tag 5 – in Gibraltar angekommen
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DesertRallye2018 – Grüsse aus Marokko – An der Grenze zur West Sahara
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DesertRallye2018 Rückkeh aufs Festland
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DesertRallye2017 Tag 13 Ribeira de Pena
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DesertRallye2018 Standheizung 2.0 — Ford Fiesta mk2

    Und wie geht es nun weiter?

    Das nächste Abenteuer für mich heißt jetzt erstmal Elefantentreffen 2018 und meine Vespa namens Hägar steht schon fertig gepackt bereit zum Aufbruch. Und das ist auch natürlich nicht die letzte Tour, mir schwirren schon wieder viele weitere Tourideen im Kopf herum, aber dazu gibt es dann jeweils wieder eine neue Geschichte.

    Worauf ich auf jeden Fall richtig stolz bin, dass es meine zukünftigen Abenteuer hier auf be-outdoor.de in einem richtigen Abenteuerblog gibt. Das wird ein super Reiseblog mit Fotos, Videos und Stories. Darüber bin ich sehr sehr stolz und glücklich und freue mich schon auf all diese neuen Touren und Berichte.

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    Petra Sobinger

    petra.sobinger@be-outdoor.de

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