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Deutsche Wildtier Stiftung – Wild, Wald, Waldgipfel

Funktionspapier zum Umbau der Wälder nach dem Waldgipfel

Am 25. September 2019 fand der „Nationale Waldgipfel“ in Berlin statt. Geladen hatte das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft. Das Ziel: Es sollen Strategien für eine vitale Zukunft der deutschen Wälder gefunden werden. Dass damit auch eine große Chance zur Verbesserung der Lebensräume heimischer Wildtiere gegeben ist, unterstreicht die Deutsche Wildtier Stiftung in ihrem heute veröffentlichten Positionspapier zum Umbau der Wälder.

Win-Win für Wild und Wald – Waldumbau ist kein Freifahrtschein für eine drastische Reduzierung der Wildbestände

„Wälder sind sehr viel mehr als nur die Summe ihrer Bäume“, sagt Dr. Andreas Kinser, stellvertretender Leiter Natur- und Artenschutz der Deutschen Wildtier Stiftung. „Wälder sind auch Lebensraum für unzählige Tier- und Pflanzenarten.“ Mehr noch: Wälder werden umso artenreicher, je mehr offene und sonnendurchflutete Lichtungen vorhanden sind. Mit Weiden oder Zitterpappeln bewachsene Wegränder sind zum Beispiel ein Hotspot der Insektenvielfalt. Und Waldwiesen beherbergen eine Vielzahl seltener und auch vom Aussterben bedrohter Pflanzenarten, die auf landwirtschaftlich genutztem Grünland längst verschwunden sind. Ganz nebenbei tragen solche Strukturelemente in den Wäldern auch zur Entlastung der Baumvegetation vor Wildverbiss bei.

Positionspapier „Wild und Wald“ zum Umbau der Wälder unter Berücksichtigung ihrer Funktion als Lebensraum unserer Wildtiere

„In der Debatte um einen klimaangepassten Waldumbau wird von vielen Akteuren die drastische Reduktion der Reh- und Rothirschpopulationen gefordert“, so Kinser. Die Deutsche Wildtier Stiftung unterstreicht in ihrem Positionspapier jedoch, dass Jagd nur ein Baustein für das Gelingen des Waldumbaus sein kann. „Wenn der Waldumbau dazu genutzt wird, zukünftig mindestens ein Prozent der Waldfläche als besonders wertvollen Wildtierlebensraum vorzuhalten, könnten die aktuellen Waldschäden in einigen Jahren zu einer Win-win-Situation für Wald und Wildtiere führen.“

Hier geht´s zum Positionspapier…
Quelle: Deutsche Wildtier Stiftung / Wildes Bayern e.V.

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Petra Sobinger

petra.sobinger@be-outdoor.de

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