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Snowboard-Guide – Teil 3 – Platte Ja oder Nein?

Das bringt eine Platte auf dem Snowboard

Wer in punkto Snowboarden nicht nur zum Spaß ein wenig Powdern möchte, sondern im Racebereich Gas geben möchte oder beim Carven mehr in die Schräglage kommen will, der kommt um das Thema „Platte“ nicht herum.

Aber Vorsicht – die „Platte“ nicht verwechseln mit der „Plattenbindung“, das ist nicht das Gleiche!!! Mehr zur Plattenbindung findet Ihr hier..

Platten werden hauptsächlich aus Plastik, Aluminium und Karbon hergestellt und direkt auf das Snowboard montiert. Auf die Platte wiederum kommt dann die Bindung.

(c)Rabanser - IronRock Plattenbindungen
(c)Rabanser – IronRock Plattenbindungen

Platte – Darum geht´s

Der Vorteil einer Platte an sich ist eigentlich ganz einfach und logisch – sozusagen selbsterklärend, wenn man sich ein Snowboard mit Platte einmal genauer anschaut.

 

(c)Rabanser Snowboards

Dadurch, dass die Platte direkt auf das Snowboard montiert wird und darauf dann die Bindung, steht der Snowboarder höher und kann somit größere Schräglagen fahren. Die Gefahr, dass der Schuh in den Schnee kommt ist geringer, da der Schuh erst wesentlich später in die Nähe des Schnees kommt.

Die Platte macht das Board schneller, weil die Platte an einer Seite blockiert und an einer schiebt. Zuviel Fachkauderwelsch? Ganz einfach:

In der Regel sind die Platten hinten fest und nach vorne können sie den Schwung unterstützend mitschieben. Bedeutet: Mit einer Platte kann man aus dem Schwung heraus besser beschleunigen und ist schneller.

Vorteil von Platten

  • Höhere Geschwindigkeiten
  • Höhere Schräglagen
  • Besserer Kantendruck in Schräglagen
  • rund 15% weniger Kraftaufwand beim Aufkanten
  • (reaktions-)schnellerer Kantenwechsel
  • bessere Biegelinie
  • Höhere Laufruhe auch bei größeren Geschwindigkeiten
  • Bessere Druckübertragung

Nachteil von Platten

Eine Platte ist definitiv nichts für Anfänger oder Kinder die noch extrem im Wachstum sind. Bevor man sich für eine Plattenbindung entscheidet, sollte man das Board sicher auch bei höheren Geschwindigkeiten steuern können, ansonsten läuft man sehr schnell Gefahr, dass das Board mit dem Fahrer fährt und nicht der Fahrer mit dem Board.

Bei Kindern und Jugendlichen besteht außerdem die Gefahr, dass ein zu früher Griff zur Platte zu Problemen in den Kniegelenken, bzw. im Rücken mit sich bringen kann.

Qual der Wahl – Welche Platte ist die Richtige?

(c)Rabanser - IronRock Plattenbindungen

Bei dieser Frage scheiden sich – wie so häufig – die berühmten „Geister“. Zu den am häufigsten verwendeten Platten – vor allem im alpinen Rennsport gehören zum Beispiel die Iron Rock Platten:

Iron Rock Platten

Vist Piastra FlexVist Alpine ProVist Snowplate

Vist Platten

Ebenfalls sehr häufig im Rennsport zu sehen, sind die Vist Platten

IronBezeichnungBezeichnung

Weitere Hersteller von Platten sind zum Beispiel Allflex oder 1994. Außerdem gibt es diverse namenlose Eigenbauten.

Double Platten

Sogenannte „Snowboard Double Platten“ findet man häufig bei Kindern und Jugendlichen. Hierbei handelt es aber lediglich um sogenannte Standerhöhungen und nicht um richtige Platten. Diese Standerhöhungen haben auch nicht die Eigenschaften der klassischen Platten. Bei Kindern, die noch nicht ausreichend Kraft für eine Platte haben, kann man hiermit einen höheren Aufkantwinkel erzeugen.

Platte „Ja oder Nein“ – Unser Fazit

Prinzipiell gibt es schon einen großen Unterschied, ob man mit oder ohne Platte fährt. Wichtig ist aber, da man mit Platten höhere Geschwindigkeiten erreicht, dass der Fahrer ausreichend Praxiserfahrung und Kraft hat, um das Board sicher zu steuern und die optimalen Eigenschaften der Platte ausreichend nutzen zu können.

WICHTIG: Bevor man sich eine Platte zulegt, sollte man unbedingt die Platten vorher testen. Nicht jede Platte ist für jeden Fahrer geeignet. Unbedingt die diversen Platten durchtesten, um das Optimum für sich selber herauszufinden!

Unser Tipp: Das Testcenter der Rabanser Akademie im Wallgau/Bayern und im Grödner Tal/Südtirol.

 

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